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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende: In einer Fortsetzung und Vollendung der nechst-vorhergehenden, zwischen dem mächtig und prächtig gewesenen ; aber doch unglückselig gestorbenen, türckischen Käyser, Bajazeth I. und dem persianischen Schach, Sefi, welcher dem letzt-verwichenen Seculo geherrschet hat : worinnen die Historie des Letztern, folglich erstaunenswürdige Hinrichtungen und Mordthaten ... enthalten ...
Entstehung
Seite
155
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«GZ ( ls5 ) ZH»

Ich aber rustte ikn vor mich, und fragte, was der, welcher seinesHerrn Brodr und hohe wohltharen genösse, ihm aber davorVerachtung und Schaden zufüge, rverrh seye ? Der Cantzleeantwortete: wer das rhut,der ist des Todes schuldig. Da»auff versetzte ich Du bist Derjenige ; wobey ich ihm die gegenden Wachtmeister ausgestossene Schimpff, Worte vsrhlelte ; inglei-chen, wie er die Wache verhindert, und meinen Diener verwundethabe. Zu gleicher Zeit ergriffe ich den Säbel, und hieb den Reichs -Cantzlee durch den Gauch, dergestalt, daß, weil er vor mir auf de-nen Fersen saß, ihm das Eingeweyde in den Schooß fiel. DerManu breitete beyde Arme aus,rieff jämmerlich: 8ts psticiisb g-ngba.!und sanck zur Erden. Alsdann befahl ich einem Lik-, , (welche eineArt Auffwakter bey denen Königen sind, denen Bütteln nicht ungleich,'und stets Beile tragen,) daß er den Kopff des Groß-Cantzlersm ggntzkleine Stücken zerhacken muste. ^

Einer von meinen ?agen wandte vor solchem grausamen 5p».AZcul das Angesicht mit schauernder Haut zurücke, wannenhero ich zuHm sprach : wie? Hast du solch ein blödes Gesichte, daß dudieses nicht sehen karrst ; woraufich ihm alsbald die Augm ausstechenließ. DieReichs'Cantzler.Stelle wurde hernach durch den schon - e»wehnten Saritli'aMs ersetzet,der sich selbst cglirirethat.

Zu eben der Stunde, als der Reichs > Cantzler niedergesabekkwurde, fertigte iü) den Obristen Gerichts, Herrn, ^bculictisn ab, mirden Kopff des Groß - Marschalls auch her zu bringen. DerMarschall kam eben aus dem Bade, und wolle feine Kleider wiederanlegen, als der oder Obriste Gerichts-Herr, mit zweyen

Dienern, zu ihm hinein trat. Vor dessen Anblick erschrack derMarsch all von Hertzen. und sprach: Ach Bruder! Du bringestgewiß keine gute Zeitung. Diese beyde waren sonst gute Freundemit einander, wannenhero ^iiculickgn antwortete : 8reylich, lieberBruder l Den Reichs-Tanyler hat der Rönig selber m'eder-rkesäbelr,und will nunmehro,unwidersprechlich, deinen Ropffauch haben ; gieb dich nur gedultig drein. Darauff griffer nebst seinen Dienern, den Groß MaWall an, und hieb ihn denKopff herunter, schnitte ein Loch durch die Backen, und trug ihn alh,an dem Finger Hangende, vor meine Augen. Ich meines Orts

U 2 rüh.