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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende: In einer Fortsetzung und Vollendung der nechst-vorhergehenden, zwischen dem mächtig und prächtig gewesenen ; aber doch unglückselig gestorbenen, türckischen Käyser, Bajazeth I. und dem persianischen Schach, Sefi, welcher dem letzt-verwichenen Seculo geherrschet hat : worinnen die Historie des Letztern, folglich erstaunenswürdige Hinrichtungen und Mordthaten ... enthalten ...
Entstehung
Seite
153
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«SS ( r5Z ) 8s»

freu möge Abbruch leiden ; welches zu leisten 8emel ihm auch höch-stens ang-legen feyn lassen.

Es ist in Indien der Gebrauch, daß die, welche vor dem Kö-niglichen Thron erscheinen, ihre ksverent? u'eff gebucket, die Handvon der Erde über den Kopff erhebende, verrichten müssen. Lemelaber ist allezeit mit auffgerichteten Leibe vor den KloZo! getreten , undhat ihn nur mit seinem Ssziom Llek degrüsset. Weil dieses demZol schimpffiich vorgekommen, ließ er durch seine Räche den Gesand-ten ermahnen, er solle sich Lus künffrige, bey den» Eintritt, bestser demüthigen, und mehr Ehrerbiethung blicken lassen. 8ei-nsl hingegen vehsrretr auf seiner Gewohnheit, weßwegen ihn derKönig, den man auch einen Käyser von Inäoli-m zu nennen pfleget.mit Versprechung grosser Geschencke darum ersuchen ließ. Alsaber der Gesandte sich durch nichts wolle bewegen lassen , sondernsagte, daß er seines Königs kepm-nion, die ihm/in diesem Fall/zu beobachten gebührete, hoher als alle Indianische Gürherschayete, und daß Lebscli äbsg reich genug wäre , ihn über-flüssig zu begaben, hat der ^loZol eine List erdacht, und eine seheniedrige Pforte, gleich gegen dem Königlichen Stuhl über, auffcich-ten lassen, damit der Gesandte, welcher eine starcke lange Persongewesen, im Durchgeben, sich gleichwohl vor dem König bucken mä-ste. Als nun der Gesandte an die niedrige Pforte kömmst , ersin-net er alsbald eine Gegen - List, wendet sich um, und kreucht mitdem Hintersten zu erst hinein. Dieses hat dem ivloAvl so sehr ver-drossen , daß er dem Gesandten nicht nur keine Verehrungen , diesonst nicht schlechten seyn pflegen, gegeben, sondern auch demselbennicht das geringste mehr zu seinem Unterhalt reichen lassen , daherder Gesandte, sich und sein Oomitsr zu erhalten, endlich die silbernenSchüsseln von seiner Tafel, ingleichen das güldene Blech von seinemSattel abrrissen und verkauffen müssen. Es hat zwar der l^o^olauch nicht unterlassen sich , in einem Schreiben an den 8cbacK älE,über den Gesandten, solcher ihm erwiesenen Unehre halber,heffu'g zubeschwehren.. LcKacll aber, ob er gleich gesaget, dem Kio-Zol hätte mehr Ehre, als ihm von dem Gesandten angethattworden, gebühret, hat doch des 8einels Beginnen gelobet, auchihn zum OE »der Fürsten über viele Lande und Leute, als über »«-exiv. klirr. u me-