Druckschrift 
Siebente Lieferung (1825) Der Deutsche Staatenbund, und zwar der nordwestliche Theil der norddeutschen Staaten : II. Königreich Hannover. III. Kurfürstenthum Hessen. VIII. Herzogthum Braunschweig. IX. Großherzogthum Mecklenburg-Schwerin. X. ... -Strelitz. XI. Herzogthum Holstein-Oldenburg. XII. ... Nassau. XX. Fürstenthum Lippe-Detmold. XXI. ... Schauenburg-Lippe. XXII. ... Waldeck. XXIII. Landgrafschaft Hessen-Homburg. F. Die freie Stadt Frankfurt am Main. A. Die freie Hansestadt Hamburg. B. ... Bremen. C. ... Lübeck
Entstehung
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Das K u

liegt zwischen 26°

Flächeninhalt.

208,9 "ach andern nur 202 Meilen, und 512Stunden im Umfange.

Volksmenge.

578,ovo, wovon iZ 8 ,ooo in Städten wohnen. Nachanderweitigen Angaben nur 573,455 Einwohner.

Wohnplaße.

62 Städte, 27 Flecken, 1274 Dörfer, 38 r Höfe undWeiler, und 88,428 Wohngebäude.

Gebirge.

Im Allgemeinen ist das Land mehr gebirgig als eben,und nach Norden, Nordwesten und Süden abgedacht. DieHauptgebirgc sind:

1) das thüringer Waldgebirge, dessen südlichesEnde der Frankenwald genannt wird; Z8 Stunden lang,6 bis y Stunden breit.

2) das Rhöngcbirge, auch die hohe Rhön ge-nannt; io Stunden lang, fast 6 Stunden breit, bildet einewaldlose, dürre Ebene. Die höchsten Höhen sind:

n) der Sellingswald mit dem Dreyenbcrg imKreise Hersfeld.

b) der Hundsrück mit dem Brösen- und Cra-wertsbcrge.

c) der Meißner, 2 k 84 Fuß hoch, mit einer 2 Stun-den langen und i Stunde breiten Hochebene, an der Grenzeder Kreise Eschwege und Witzenhause».

ä) der Heß- und Pfaffenberg, südwestlich vonTroßallmerode.

e) der Ka u funge rw a ld.

5 ) der Söerwald mit dem Rode-und Sülberge.

§) der Ricdhorst.

3) der Spessart, 22 Stunden lang und 16 Stun-VII. Heft.

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r f ü r st e n t h u m

> und 28 ° 13/ östlicher Länge und 49" 56/ bis 52° 45

den breit, und reicht mit seinem Fuße bis an den Main.Vom Spessart läuft zwischen den Provinzen Fulda undHanau der Eisenberg.

4) das Vogelsgebirge (Vogelsberg) erhebtsich zwischen den Quellen der Schwalm, Ohm, Nidder,Nidda, Lüder und Alrfcll. Dieses Gebirge hat außerdem Herzberge und den beiden Rimbergen noch:

a) das Knüllgebirge südlich in der Provinz Nie-derhessen mit der Lichte und dem Mosen berge.

5) der Westerwald (Nisterwald) zwischen Kur-hessen, der Preußischen Provinz Westphalen und demGrvßhcrzogthume Hessen, hat an Seitenärmen:

а) den Burg wald mit dem Christenberge, inder Provinz Oberhcssen.

d) den Keil er wald zwischen den Provinzen Nieder-und Obcrheffen und dem Fürstenthumc Waldeck.

c) den Langenberg mit dem Odenberge, zwi-schen den Kreisen Cassel und Fritzlar.

ä) den Habichtswald mit dem 1312 FußhohemCarlsberg (Winterkastcn) und dem Dörre »berge.

e) den Reinhards wald im Kreise Hofgeismar,längs dem linken Ufer der Weser.

6) das Süntel- und Deistergebirge in derGrafschaft Schauenburg.

Flüsse.

1) die Fulda, entspringend am Rhöngebirge.

2) die Werra, entspringend am Thüringerwalde.

3) die Weser, durchstcömt den Kreis Hofgeismar unddie Grafschaft Schauenburg.

4) die Ed der, entspringt im Westerwalde.

5) die Schwalm, entspringt im GroßherzogthumHessen-Darmstadt am Vogelsberge.

б) die Diemel, entspringt im Fürstcnthum Waldeck.

7) die Lahn, entspringt im Westcrwalve.

Hessen

nördlicher Breite.

8) die Ohm, entspringt im Großherzvgthum Hessenam Vogelsbcrge.

9) die Wohre, entspringt im Kreise Frankenbcrg.

10) die Lumbde, entspringt im Großherzogthum Hessen.

11) der Main, entspringt am Fichtelgebirge und durch-fließt den Kreis Hanau.

12) Die Kinzig, entspringt im Kreise Schlüchtern,nächst der Fuldaischen Grenze.

13) dieNidda, entspringt am Vogelsgcbirge im Groß-hcrzoglhume Hessen.

14) die Nidder, verbindet sich im Kreise Hanaumit der Nidda.

Mincralbrunnen und Bäder.

Zu Nenndorf, Hofgeismar, Wilhelmsbad,Schwalheim, Geismar, Volkmarsheim undVilbel.

Volksstämine und Sprache.

Die Hessen sind Nachkommen der alten Katten, undStammverwandte der alten Thüringer, Die Anzahl dersich im Lande aufhaltenden Juden, belief sich im Jahre13 ri, an Z170 Individuen. Die Sprache ist Oberdeutsch,mit mancherlei Dialekten, und nur im Schauenburgischenund in den Umgebungen der Diemel, hört man Niederdeutsch.

Hauptzweige der Industrie.

Der Natur des Landes gemäß sollte der Ackerbau dievorherrschende Beschäftigung der Landbewohner seyn. Sosehr man sich nun auch bemühet, dem Lande den größt-möglichsten Ertrag abzugcwinnen; so ist, gegen die Nach-barstaaten gehalten, doch manches noch zu thun übrig.Man bauet alle Arten von Korn; in Hessen, Fulda undSchauenburg mehr Roggen als Walzen, vorzüglich aberHafer, Erbsen und Bohnen- Das Hanauische erzeugt

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