W ( 5Zr ) M
Das istinder Thatetwas erschreckliches, undwer weißwas sonstdarauf erfolget, davon diese Mäuse und Schrecken etwa traurige Vor»Boten seynd.
0ä8i^ikr.
Es erfolge darauf nun noch sonst etwas oder nicht, so ist der Scha-de, den dergleichen Ungeziefer zu verursachen pfleget, gemeiniglich sehrgroß. Rahen und Mäusse rechne ich meines Orts mit unter die gräß-lichsten Dinge, welche GOtt dem Menschen zur Strafe geschaffen.Denn sie quartieren sich zu denen Menschen in ihre Wohnungen, bittensich vielmals auf die besten Speisen zu Gaste , verwüsten den Getreyde-Boden, oder thun ßmst sehr grossen Schaden.
Spremberg. Im Monat Novenà- dieses i^rr.Jahres, ha-ben allhie ein paarEhe-Leute, welche vor 52. Jahren Hochzeit miteinan-dergemachet, mit hoher Erlaubniß, zum andernmal ihren Kirch-Ganggehalten, wobey dieses merckwürdig, daß sie durch zwey paarandere al-te Ehe-Leute, ebenfalls aus hiesiger Gemeinde, davon das eine Paar so.Las andereaber si.Jahreveeehlichet, zur Kirchegeführetworden. JhroKönigt.Maj. von Polen, und Churfürst!. Durchl.zu Sachsen, unserallergnädigfier Herr, haben vor diese alten Eheleute die Gnade gehabt,daßSre die Kosten des kcttms getragen.
Dergleichen fo-genannte Jubel-Hochzeiten sind in diesem Jahr inSachsen viele gehalten worden, nemkich aklhie zu Spremberg, zu Jo-hann-GeorgemStadt, zu Schneeberg und in Wiesenthalrc. Siemö-Zen aber niemals ohne hohe Landes-Herrliche Erlaubniß angestellet wer-den ; da dann dergleichen alte Ehe-Leute, wann sie darum anhalten, ge-meiniglich eine 6rgü6csrion erlangen, das keüin auszurichten. Siehaben auf dieft Weife Gelegenheit, GOtt auf eine solenne Weise vordas verliehene lange Lebenund geführte Ehezudancken.
Indessen ist diese ceiebrlrung eines andern Kirch- Gang es auch ver-mögend, bey denen alten Eheleuten, einsiarckes Andruckendes ersterenHochzeit-Tages, und wie es dabey herZegangen, zu erwecken; wobeyzuweilen die verflossene Zeiten, und das darinnen genossene Vergnügen,mcht wenigmag beseuffzet werden.
Bdb Z
SLcLK-