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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen zweyen Königen von Polen, nemlich Sigismundo III. und seinem Sohn Joh. Casimiro II. : worinnen beyder grosser Printzen merckwürdiges Leben und Thaten, sonderbare Staats-Streiche und Staats-Fehler, auch sonst notable Sachen und Discurse enthalten ...
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wurde ein sehr berüchtigter und weit beschriebene? Dieb / auch Kirchen-Räuber, allhie durch das Schwerdt hingerichtet Er hieß Johann Da-vid Wagner, wurde bey seiner Gesellschäfft nur insgemein der Plombhutgenannt, war gebürtig aus dem kleinen Städtgen Ursprung bey Cbem-m'h, und seines Alters etwa sechs und dreyßig Jahre. Sein Vater istan besagtem Orte ein Mülier gewesen, welche krofeàn der Hingerich-tete Missethäter ebenfalls gehabt, niemals aber gut dabey gethan, son-dern sich vonJugend an aufdas Sauffen und ein liederliches Leben ge-leget, auch sehr zeitig zu stehlen angefangen. Endlich ist er gar untereine Diebs-Rotte gerathen, mit welcher er, seit 1715. das Land allent-halben durchstreifet, und nicht allein viele gewaltsame Diebereyen ver-übet, sondern auch so gar Kirchen, worunter vornemlich eine zu Nau-enhof bey Arnshaug, «nd eine andere zu Mehna bey Altenburg sind,beraubet, biß letzlich GOttcs gerechtes Gerichte ihn, wegen seiner Fre-velthaten, in die Hände der weltlichen Obrigkeit fallenlassen, nach de-ren Erkänntniß und Urtheile? seinen Lohn empfangen, und der Cörperaufdas Rad geleget, der abgehauene Kopff aber auf dessen Pfahl gc-stecket worden. Weil er nicht niederknien wolte, sondern verlangte ste-hende gerichtet zu werden, fügete es sich, daß der Kopff nicht mit einemHieb herunter flog, sondern das Schwerd noch vffter cmpioyret werdenmuste. Dieser Missethäter hat, ob man gleich geraubte Kirchen- Sa-chen bey ihm gefunden, verschiedene Missethäter von seiner Rotte sonstschon auf ihn bekannt, er auch bey der i'orrur sowohl, als nachhero wie-der ins besondere vor demHerrn Stadt-Richter,welcher vier dàâríen dar-zu genommen gehabt, seine Missethaten gestanden, dennoch nachhero, alser gemercket,daß man ihm an das Leben wolte, das meiste wieder geläug-net, und sich sehr halsstarrig und unbußfemg erwiesen; ist auch ohneBeicht undEmpfahung des Heil. Abendmals, weil er denen, welche,wie seine Sprache gelautet, Ursache an seinem Todt, nicht vergebenwollen, aus der Welt in die Ewigkeit gegangen.

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Zu solchen Zeiten, wann Urtheil und Recht, durch des Scharff-Richters Hand, an einem vollzogen werden solle, annoch halsstarrig,verstockt und uubußfertig zu seyn, ist ein höchst-gefährlicher Zustandevor die Seele des Verurteilten; und niemand kan einesolche Aufführung , ohne Entsetzen, weder anhören noch ansehen. Essolle aber, vermöge peinlicher Hals-Gerichts -Ordnung Lsroll V. alle-