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daß eines Priesters Sohn, von gleichem Alter , an seiner Stelle ermor-det worden wäre.
Lügen leiden vielmals Schiffbruch, sobald sie aus dem Munde desLügners gehen. Hingegen sind ihnen auch gewisse Stunden und làmente fg vorabîs , als wie sich solches hier ereignete. Denn der Betrü-ger OriscL hatte kaum seine greuliche Lügen vorgebracht: so hielt sie derLithauische Fürst, Wiesnionirki, vor pure Wahrheit, breitete die Zei-tung davon durch gantz Polen aus, und that dem falschen vemà soviel Vorschuß, daß er eine fürstliche k>'Zur machen kunnte. Der Way-wod zu 8enclomir, 6eorgius , schlösse schon zu voraus eine lVlA.
risZs , zwischen seiner «Tochter, klsria 6c>rZonz, und diesem klelnio-v»'merrio; und solches alles geschahe r 622. Ich meines Orts setzete gleichAnfangs einen starcken zweissetinihn, und hielt denselben vor einen Be-trüger. Jedoch, weil die Jesmter bereits auf seiner Seite waren, wel-che vermeinten, dereinftens, grosse Gewalt und ^morität in Moßcaudurch ihn zu erlangen, fiel es ihnen leicht mich zu bewegen, nicht nur beydem, was einige vornehme Polen seinetwegen thaten, durch die Fingexzusehen, sondern auch die Anschläge, ihnauf den Thronseiner vermein-ten Vor Eltern zubringen, unter der Hand zu stivorEren.
Unterdessen regierete in Rußland, drey Jahre nacheinander, einenngemein grosse Theurung, Hungers-Noth und Elend, dergestalt, daß,nurin der Stadt Moßcau allein, àno isoz. 502020. Menschen Hun-gers sollen gestorben seyn. Ja es haben zuletzt die Eltern ihre Kinder,und diese ihre Eltern gefressen. Da nun langete, im Jahr 1624. derfalsche Oemecrius, mit vielen Polen undCosacken, auf der RußischenGräntze an. Er wurde zwar wohl, gleich nach seiner Ankunfft, beyvrobinicr geschlagen, und verlohr LO22. Mann. Allein er hatte nichtsdestoweniger, von allen Seiten her, einen dermaßen grossen Zulauff,daß er sich bald wieder erholete, und die Welt kunnte sich sticht genug-sam wundern , wie die Russen so gar aller Wolthaten vergossen, dieihnen der bißherige Groß-Fürst Loris erwiesen, indem er manchen Tag,währender Hungers-Noth, wohl dreyßig tausend Thaler an die Ar-men austheilen lassen. Auch bettubete sich derselbe hierüber sosehr, daßer starb. Sein Sohn iKeocioE , oder koeclor Lori5o>vir2, bestiegnach ihm den Rußischen Thron. Jedoch ungefähr nach einer zwey-mvnatlichen Regierung ward er, bey sehr jungen Jahren, nebst seinerMutter, von Venen Mbseronren des falschen vemerrü, ànZulirer.
Dieser