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ob die Schwängerung dem beyden Schwestern von der Nacht herrühre,da dieser grausame Irrthum begangen worden, wird dennoch die Ober-Hand behauptet haben.
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Noch ein anders. Es waren zwey Schwestern, die einander fsähnlich gesehen, wie zwey Tropffen Wasser, dergestalt, daß man sie,denen Gesichtern nach, anders nicht, als mit grosser Mühe unterschei-den können. Eine davon verheyrathete sich, und das Hochzeits- Festdauerte vier Tage. An dem letztem Tag kleideten sich die beydenSchwestern eine wie die andere. Die unvermählte gieng in den Wein-Keller, und trass allda den Ehe-Mann ihrer neu-vermählten Schwe-ster an. Dieser hielte sie vor seine Frau, küssete sie und bekam äxpekir,auch einmal sich in dem Wein - Keller ein eheliches klä zu machen.Da nun hätte die Schwester sich offenbahren, und ihn an seine rechteFrau verweisen sollen; allein es war dieselbe so boßhafft, daß sie stilleschwieg, und mit sich umgehen ließ, wie ein Mann mit seiner Frauenumgehen mag. Als sie sich aber in ihrem unternommenen Geschaffteverwickelt befanden, trat die Mutter derer beyden einander so ähnlichseyenden Schwestern in den Keller, erblickete was vorgieng, emsehetesich und schrie : G Verzweifelter Mensch ! was machest du hier?Es ist ja nicht deine Frau, sondern ihre Schwester. Wie demneu-vermählten bey diesem Irrthum, und daß er noch darzu darüber re.narret worden, müsse seyn zu muthe gewesen? kan ein jeder leicht er-achten. Derohalben exculìm sich derselbe auf das beste, und bezeug-te, mir grossen Betheurungen, daß er sie wircklich vor seine Frau ange-sehen. Es fiel demnach, aus dem Mund der Mutter, ein gantzer Platz-Regen von Schelt-Worten auf die unartige Tochter, welche die àessenihres Schwagers angenommen hatte. Als aber endlich , durch dasgrosse Geschrey, die Leute herbey gezogen wurden, und wissen wollen,was sich zugetragen hätte ? erachtete die Mutter gar nicht nöthig, es ih-nen auf die Nase zu binden, sondern sprach: Ach hier mein Gchwie-ger-Gohn, der tumme Ropff, hat ein Faß Wein anstecken wol-len; ist aber über das unrechte gekommen, und hat eines vorVas andere angesehen.
Das ist noch sehr klug von der Mutter gehandelt gewesen, weil an-xxxvulàr. Ggg derer-