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würde. Schon etliche Jahre lang war ich, an Händen und Füssen, vonder Gicht gar sehr mcommoäiret/wsrzu noch andere àanckhàn gekom-men, die mich endlich so entkräfftet, daß ich fast ganhe Tage mir Si-tzen oder Liegen zubringen, und mich auf einem Trag-Sessel von einemOrte zrtm andern bringen lassen müssen. Lehlich fiengen die Füsse an zuschwellen, und die Geschwulst kam in den Ober-Leib, worzu die Mastfer - Sucht schlug. Dem ungeachtet ließ ich mich nach Potsdam, vierMeilen von Berlin, woselbst ich mich immer sehr gerne aufgehalten, brin-gen, that auch in der Stille alles das, was ein löblich sterbender Printzund guter Christ, thun und bedencken soll.
In der Nacht, welche vor dem 27. Lprü. des 1688. Jahres her-gieng, hatte ich gar keinen Schlaff. Des Morgens frühe um 7. Uhrließ ich mich nichts Lestoweniger aufrichten und ankleiden, auch den ge-hejmrenRarh zusammenraffen. Als sich dlegcheimicn Rathe beystim-men befanden, scîàrâte ich erstlich meine Worte an meinen Chur»Prm°tzen Friderich, sprach, es würde wohl dieses das legte mal seyn,daßrch neheirnren Rach hielte, übergab ihm die Regierung, und r«om-menZitte d-nnstlben, solche löblich zu führen. Etliche Regeln hatte ichfchriffrlich «befasset,welche ichihmzustellete. Hernach wände ich michzu meinen Räthen, denen ich , vor erwiesene Treue und herrlichen Bey-stand, in meiner geführten Regierung, danckece, anbey sie ermchnekegegen meinem Sohn ein gleiches zu thun. Mein Chur-Printz Friderichantwortete mir zuerst mit Thränen; und alsdann redeten meine Räthe,worunter sich der Marschall von Schomderg befand. Es wurden auchnoch etliche wichtige Sachen abgehandelt - worauf ich mich wieder in meinSchlaff - Gemach bringen, und dahin memen Chur - Prmtzen, nochmalsgantz alleine, ruffen ließ, dem ich aufs neue ermahnete meiner Erinne-rung und Regeln nachzukommen, und insonderheit denen Lutheranernniemals einigen Gewissens-Zwang anzuthun. Nach diesem ließ sichder Chur-Printz nieder auf seine Knie, dem ich mit muntern und uner-erschrsckenen Gemüthe, auch wichtigen und durchdringenden Worten,den väterlichen Seeyen ertheilete. Verschiedene von meinen Bedien-ten , insonderheit diejenigen, welche mich indemSchlaffGemach bediene-ten,recompenürte ichannoch ins bestmdere,bedachte auch meine Gemahlinmit einigen kostbare Geschencken,und darète ihr vor alle Liebe undDeue.Dieft kam fast nicht aus meinem Schlaff- Gemach, und zerflösse gleich-sam in Thränen; ward aber wn mir mit KräWgen Worten getröstet.,
Weil auch, in denen letzten Tagen und Sturwen unsers Lebens, dieGescllschaffr geistlicher Personen nicht undienlich zu scynpfleget, ließ ichdie Hos-PreV:ger,Jstzann Bergen,, und Christian Kochen, vvr mich kom-men,