Druckschrift 
Gespräche in dem Reiche derer Todten ... bestehende, in einer Fortsetzung und Vollendung der vorhergehenden 36ten zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen insonderheit das Leben und die Helden-Thaten dieses grossen Churfürstens ... enthalten ...
Entstehung
Seite
340
Einzelbild herunterladen
 

m ( Z42 ) AS

chen, verschieden blutige Scharmützel und kleine Treffen in diesem Landevor, einund andere Orte aber wurden eingenommen, auch Stettin einwenig belagert, weswegen ich mich persönlich aus dem HollsteimschennachVor-Pommern erhübe.

Mittlerweile griffe mein Oensrsl, (Quast, den Pfaltz - GrafenPhilipp von Sultzbach, auf der Insel Fühnen an; da es dann tu einerdermaßen blutigen ^6,vn gekommen, daß die Eurigen insgesamt, diesich doch über 4222. Mann belauffen, geblieben oder gefangen genom-men worden, also, daß niemand von allen entwischet, als der Pfaltz-gras und Gustav Otto Stenbock, die auf einem Fischer-Kahn, mittendurch die Holländische und Dänische Flotte entkommen. Es waren auchDänische und Holländische i>oupen an das Land gesehet, die aber gleich-sam nur Zuschauer abgaben, und meinem (Quasten die schwerste Ar-beit in der überliessen, daher es gekommen, daß er zweymal durchden Leib geschossen worden. Nachdem endlich die Eurigen schmaus ih-rem vortheilhafften Posten getrieben gewesen, brachen die Dänen undHolländer auch lvß, und halsten den schon überwundenen Feind vollendstuiniren. In Preussen fielen immerfort häuffige, jedoch fast lauter klei-ne Scharmützel vor, und auch in Curland wurden die Eurigen ziemlichzu paaren getrieben.

Euer sich ereignet« Todtes - Fall, tapferer König ! mssintte unsallen, die wir im Kriege begriffen waren, Friedens Gedancken, und derFriede ward, den i. Neu.L-ll. 1662. imKloster oliva unweit Dantzig,

um Mitternacht-Zeit, zwischen dem Käyscr, denen Polen und mir einer,dann der Cron Schweden anderer Seits, geschlossen. Als die solen-nen Vitlren gegeben wurden, gaben die Schweden bey sich, meinenGesandten allen dreyen, dieOber- Stelle, und den Titel Lxceilen?., wes-sen sie sich zuvor immer geweigert, indem sie nur dem Ersten und Vor-nehmsten solches zugestehen wollen.

Gleich nach diesem Frieden bewiesen mir die Polen schon wiedereinen neuen Possen. Denn ich solle, vermöge unsers t^äl, Elbing,we-gen einer Schuld, Forderung haben. Allein, da jetzo die Schwedenauszogen, bekam die Stadt eine Polnische Besatzung, und ich wardhintan gesehen Dieses schmertzete mich über alle Massen. Jedoch,weil ich sahe , daß alle Vorstellungen nichts verfiengen, befand ich vorrathsam selbigesmal den Schmertz zu verbeißen, und keinen neuen Kriegdeswegen anzufangen. Dargegen sahe ich mich nach einigen neuen

Bünd-