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Gespräche in dem Reiche derer Todten ... zwischen Carolo Gustavo, König von Schweden, der ein gebohrner Pfalz-Graf am Rhein, Simerische Linie, gewesen, von der Königin Christina aber das Königreich cediret bekommen, und Friderico Willhelmo, dem Grossen, Churfürsten zu Brandenburg : worinnen beyder hoher Printzen Leben und Helden-Thaten, auch sonst überaus merckürdige Dinge enthalten ...
Entstehung
Seite
297
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m ( SS7 ) W

Mitdem Ausgang des 1658. und dem Eintritt des 1659. Jahres,hatten meine Sachen allenthalben ein solches Ansehen/ daß ich mich kurtz-um zu einem Frieden hätte rellg viren sollen. Dem ungeachtet ward ichschlissig, bey einfallenden Frost, und wann der Stadt-Graben mit Eisebedecket seyn würde, noch einen Versuch auf Coppenhagen zu thun, undmein ganhes Heil auf einen LenerZl-Sturm ankommen zu lassen. DerFrost fand sich ein, vbschon nicht so gar hefftig, wie in dem vergangenenJahre, und ich ließ, meinen Zweck desto eher zu erreichen, viele Nachtenacheinander einen falschen ärm machen, die Stadt dadurch entwederabzumatten oder sicher zu machen, biß zu der Nacht des n. kebruaru, dader in meinem Kopff gesteckte Qsoeral - Sturm ausbrach, und wircklichvor sich gieng. Solches war demnach die Nacht, in welcher.ich Hoffete,als Uberwinder, meinen Feind, krîààm m. König in Dännemarck,nebst seiner ganhen kanà, gefangen vor mir zu sehen, und ihm! dieCrone zu entreissen; allein der Himmel wolte das km nicht darzu spre-chen.

Meine zum Qeneral-Sturm wmmsnäirte Soldaten müssen weistHcmder anziehen,damit sie in der Nacht von demSchnee nicht so leich tlichunterschieden werden,folglich aber derStadt unvermerckt desto näher kom-men könnten. Gleichwie sie nun,in ihren weisen Hemdern, denen Leiche«nicht ungleich gesehen : also fügete es sich auch, daß die meisten von ihnenwircklich erblassen,und darzu werden musten. Denn es erhub sich, bey un-serm Anrücken, gar bald ein gantz entsetzlicher H-llami in der Stadt. Mehrals zoo. Qnonen und Haubitzen fiengen von denen Wallen an zu don-nern, md es war nicht anders, als wann es Stück-und Mußqueten-Kugeln, wie auch Kartätschen, schneyete. Der Sturm dauerte bey na-he, zwey Stunden, da mitlerweile anders nichts als das Donnern undBlitzen des Geschosses , samt einem greulichen Getöß derer Anlauffendenund sich Ockeiàenden , nebst einem jämmerlichen Gefthrey derer Ge--iroMncn und Sterbenden gehöret worden. Lehlich aber müsse ich den-noch abziehen, nachdemich etliche tausend Todte und Mäte bekommenhatte. Unter denen Todten befanden sich viele brave 6encrà und an-dere hohe OMciers, von welchen allen ich meinen Leneral Neichs- Feld-ZeuameisterStenbockemam meisten bedauerte.Wie mir nach diesem ver-lohruenLencrâî- Sturm zuMuthe gewesen,das ist schwehr zu crzehlen oderzu beschreiben, und ich muß bekennen, daß mich der desfalls, biß

in die letzte Stunde meines Lebens, genaget, indem ich es nicht bergestsen kunnte, daß mir das Glücke, eben zu der Zeit, da, ich ihm so vieles zu-

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