Triumph-leuchte nder Krtegs Helm. FSnffter Theil. 84 1
Ihr. Churfürst! Durch!, von Bayern/so nebst dem PrintzenEugenio , von Savoyen / über Mayland / nach Venedig gegangen/erhiklt alldort diese üble Zeitung von Eroberung Mommeiiian ;Dochlangte sogleich darauf eine vergnüglichere ein / so ein Expresse dem je-tzigen Qouverneur der Spanischen Niederlanden überbracht/ Krafft§,.„weicher Ihr. König!. Mas. von Spanien / zu desto krafftiger Ver- Bayerntheidigung der Niederländischen Provintzen / jetzo höchst,gedachte wirdErakk.Cbur, Fürstl. Durch!, von Bayern zum stetigen 6ouverneur vsr baiker mSpanischen Niederlanden ernennet/und zwar nnt einer viel voll-A"'F^kommeneren ^urttorttät/ als derErtz-Hertzog Eeopoict.undvon hE"^)ean 6 ' ^uliria, hiebevor gehabt ; also/ daß Se.Chm, FürstlicheDurch!, in allen Provintzen und Städten abloiucö Herr seyn/ Oou-verneurs ein - und absetzen / alle bürgerliche und Kriegs- Dienste/ oh,neSrKöniql. Mas. davon ttarrc zu geben / bestellen / u-nd monatlichauf 7 5000 Rthrl.geniessen sotten- Sobald Ihr. Chmsürstl.Durchl.von dieser Königl. Spanischen Erklärung benachrichtiget / brach Sie ,den 1. Tag des, 6-2.Jahrs von Venedig auf/und tratt die Reise J,an - nach Wien / allwohm wir vorher eilen wollen.
Am Kayserl. Hofe war man nichts mehrers / als mit denen Kriegs- Schiffs-Zurüstungm in Ungarn / beschafftiget. Weil der Marquis de Ficury3«nisfi)R8einen Vorschlag / wegen Ausrichtung einer Schiffs, Flotte/ gethan; g™ward ihm das hiezu erforderte Geld ausgezahlt/da er dann nach Ham-burg / und in andere See, Städte verreist / die benöhtigte Moosenzu werben / und alles hiezu nöhtjges bepzuschaffen.
Die vondem Herrn General Grafen vonAuersberg blocquirfeBioc q «adcVestung Großwardein / wollte noch immerzu von keiner Übergabe Groß.nichts hören/sondern fuhr stetigst noch in der ehmaligen Halßliarrig-WLrdel«.keit fort. Und weil man beobachtet / daß sie die gröste Hoffnung ih,res Entsatzes aufdie Seite Guyla setzte; als begab sich der Herr Ge,neral Graf von Caste8/und von Auersberg/ mit einigen TeutschenRegimentern/wie auch Hussarn undRaitzcn in aller Still vonGuyIa/und ward der Entschlußgefaßt/beyanbrechendem Tage die Paianka k>i-°ic- manzufallen; der Anschlag schlug nach Wunsch aus; die Paianka ward/N» übcr-weil die Thore nicht wol verwahrt/ auch die Feinde sich eher des Him«mels Einfalls/als eines solchen Uberfalls/versehen/ erobert; und wenndie Raitzen und Hungarn nicht gar zu gierig auf das Beuten undPlündern gewesen / wodurch den Türcken/stch wieder inPostur zustelle/Gelegenheit gegönnet; würde mansichaucbwol der Vestunghaben bemächtigen können; so aberhiedurch verhindert /die Paiankaaber in den Brand gesteckt worden. Welches dann eine solche feurige
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