8)8 Röm. R-rys Mas und dero hoh en Alliirten
Stadt / mit Kations! - Völkern besetzt / und aller Orten die Päss-nach der Vestung wol verwahrt worden. Womit sich dann auch d»Campagne in Ungarn geendigt / und Ihr. Hochfürstl. Durch!, vonBaaden nach Wien sich erhoben,
Prlntz Her, , Hieselbst hatte man inzwischen Nachricht erhalten/ daß Ihrerman von Rom. Kayferl. Ma/est. principai.Cowmillarius beym löblichstenBaaden Reichs.Lolleßio zu Regenspurg / Prinz Hermann von Baaden / zukurvt. Regenspurg an einem Schlag » Fluß verschieden ; welche Wür-de des Kayserl. Principai-Commissarii hieraufdem Fürsten von Lob,kowitz zu gediehen.
Türckm i°- Sonst ward an dem Kayserl. Hofe von nichts mehret s/als einem
bald'erfolgenden Frieden nm dem Türcken geredet: welches Ihr.'den. ”Fürstl. Durch!. Prinz Ludwig von Banden / bekrafftigten/ und dervon der Englischen Gesandtschaffr aus Constantmopel abgefertigte©raf Marsigii bestattigke. Es gewannen auch so gar die Friedens»Tractaken/zwifchen Prinz Ludwigs Durch!, von Baden/ mir dene hie»zu von der Pforte abgeschickten Türcken/noch über das einen Anfang:bey welchen sich auch die Poln-sche und Venetianische Gesandten ein,gefunden / undalles das köstlichste Aussehen zu einem gewissen Friedengewann.
Kttbinder. Allein das Unglück führte verschiedene Verhinbernüssen dazwi-Friedens s^en' Hntemal der Türcklsche Chiaus / so der Friedens-Tractatene ' wegen nach Ungarn abgefertigt worden/von einer Raitzischen Par-they überfallen und erschossen; der Graf Marsigii aber/so gleichfallsTürckisch gekleidet gewesen/gefahrlich verwundet worden. Zu diesemUnglück gesellte sich noch ein anders. DerEnglische^mbaisa6eurzrrConstantinopel verfiel in eineKranckheit/ welche bald mit ihm einEnde machte: dem auch der/zum Frieden best-geneigte Groß Bester«rufdemWeg des Todes folgte- worauf dasFriedens Werck völlig inSteckengerieth;zumalnder / kurtzdarauf anlangende/ Seraskierstarckzum Kriege einrieth/ mit Vorwand/ daß das letztere ungluck«iiche Treffen beySalankamen/blos aus Versehen des Groß Vesters/und dessen gllzugeschwinden Fechc-Hitze / entstanden / und künftigesJahr gar wol wieder mit einem glücklichen Streich verwechselt wer«den könnte. In welches Horn dann der Französische Ambafladeur,mit grossen Versprechen/ daß sein König dem Römischen Reich solcheDiverston schaffen würde / daß man wenig Mannschafft gegen> dl«Türcken würde führen können / tapfer mit eingeblasen/ und also dicktöstliche Friedens»Hoffnung in der Blüh ersticket hatte.