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Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
343
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Trüimph-leuchttnkkArieAs-Helm. Fünffter Theil ;4)

M des Siegs unfehlbar vergewissern würde / anbey ihn der Liebe/ sofleauf ihn gemorsten / noch würdiger machen-

Als sie nun endlich sahe/daß eher einFekß/als sein einmalgefa«

«er Schluß zu bewegen und zu andern/ versprachsie sicheinzufinden/mit angeknüpffter Versicherung / es dorffte vielleicht ihre Gegenwartihn mehrerö bestürtzt/ als beherbt machen/ und hiemit begab er sich vonseiner Maitresse nach dem Kampff- Platz / als schon eine große MengeVolcks vorhanden. Kaum aber hatte er angefangen sich gegen demwildenStier zu wehren/als ein jungerMensch einen Wurst. Pfeil ge,gen diese ergrimmte Bestie loßschickte / welcher ihn verletzte / und da,durch in eine schmertzhafftere Wuth setzte. Sogleich verließ er den ihndcstreitenden Ozviilier, und nahm mit vollem Brüllen den Laust aufdiesen Jüngling lsß/weicher sich zwar zu retten suchte / in der Fluchtaber seine Haube verlohr / und durch das Herabfallen seiner aller«schönsten und langen Haar zu erkennen gab/ daß ein Madigen vonfunffzehen biß sechszehen Jahren in diesem Habit verborgen. DieFurcht und Schrecken hatten sie so betaubt/daß sie sich weder flüchten/noch dem grimmigen Feind entweichen konnte / welcher ihr dann auchin die Seite einen tödtiichen Stoß beybrachte.

Zu gleicher Zeit bemerckte ihr Liebhaber/ welcher eben den Stierbefochten/daß sie / seine Geliebte/welcher dann aller Gefahr ohnge«achtet / auf sie zueilete. Er gerieth hierüber gantz aus sich selber / schlugfein Leben willig in die Schantz / und wurde wütiger / als derStierselbst; in welcher Wuth er dann unglaubliche Thaten verrichtete. End«sich ward er an verschiedenen Orten tödtlich verwundet; und machtedieser Trauer-Fall / daß die Spanier die Schönheit dieses Stier,

Gefechts langeZeit zu preisen begunren. Man brachte die Unglück«liche Liebhabers in das Hauß des Vatters von der verwundeten Ma*-treffe. Sie wollten zusammen in einerKammer seyn/ anbey verlang-ten sie / daß die wenige Stunden / so sie noch ihres Lebens zu gen reffen /manfieehelich copuiiren solte; damit/weil ihnen ja ihrGlückdasehe,liche Leben mißgegönnt/ sie doch als gepaarte in dem Grab rasten und ,

ruhen mögten. Allein dieses sey genug von dem Spanischen Stier«

Gefechten / wir wenden uns zu dem Einzug der Königin.

Des Tags nach dem gehaltenen Stier-Gefecht geschahe der Einzug dervffentlrche Einzug folgender Gestalt: Voraus ritten die Leib «Wach,Königin mten zu Pferd/ in neuer sehr prächtiger Kleidung zween und zween/Madrw.mit ihren Trompeten und Paucken r hinder ihnen die Herren vondrr Justitz gleichfalls zu Pferd; ferner die Räthe und fürnedme Her-zten/