Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
342
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34* Röm.Rar'f. Maj und dero hohen AUttrten

Gefäbk. Kurtz zu sagen / es wurden bey diesem Stier. Gefecht auf drei»lichkeit die» biß vier Personen tödtlich verwundet / nebst etlichen Pferden/ undses Stier- sagten die Spanier dieses Gefecht wäre nicht schön gewesen / weilGefecht-, wenig Blut vergossen worden; und daß bey einem solchen Fest (dannrs war wegen der damals mit der Mademoifele und den König inSpanien getroffenen ^lariaZs angestellt) wol zehen Personen hättenauf dem Platz bleiben sollen. Es gestehet diese vsmc.das dieserKampunmöglich zu beschreiben/ sondern selbst gesehen werden müsse / theilswegen Hurtigkeit der Lsvailer so den Stier bestreiten / theils wegender hierzu künstlich -abgerichteten Pferde / theils wegen der mutigenStier/welche durch wütiges Brüllen / auch den aller unerschrocken,sien einen Sckrecken einjagen sollten / theils wegen des vielen zuruf,feus / Hände»Klatschens / Schwingen der Schnup.Tücher dieKämpfende hierdurch mehres zu mutigen/, und anderer hiebey vor,fallender Merckwürdigkeiten.

«aglücktt. Wir wollen dieseErzehlung mit einem kläglichenBeplxiel/so sich

chrs Stier, mit diesem Stier. Gefecht vor etlichen Jahren zugetragen/beschliessen.

hatte sich ein fürnehmer Cavaiier m eine iungeSpamerin/so zwarIBS* ' uur eines Juwelierers Tochter/verliebet; welche aber ungemein schön/' anbep auch grosse Mittel zu erwarten hatte. Als dieser CavatoNachricht empfangen/ daß der allerwildeste Stier auf dem Gebürggefangen/hielt er dafür daß hiebey eine sonderlicheEhre zu erbeute seynwürde; wann er selben überwände/ und entschlösse sich demnach zumStier, Gefecht / und hielte um Erlaubnüß bey seiner Geliebten an.Das blosse Anbringen erschreckte diese femeMaitresse so sehr/daß siein Ohnmacht faiicF; und als sie wieder zu sich selbst kam/ verböte sie ihm/wofern er sie liebte/ ja sein lebtag nicht mehr auf solche Unternehmungjugedencken. . .

Allein dieses Verbots ungeachtet/vermeinte er / es wäre nrchtmöglich / ein gröffers Merck - Mahl seiner Liebe gegen sie / an den Tagzu legen / als wann er diese augenscheinliche Gefahr übernehme; weö,halben er dann in aller Stille heimlich / alle zum herrlichen Aufzug beydiesem Fest benöhtigte Sachen/zurüsten lassen; obwoln er nun aufalle Weise getrachtet /dieses sein Vorhaben aus das verborgenste zubewerckstelligeo/sonder daß seiner Geliebten das geringste zu OhttNkommen sollte; kam sie doch endlich dahinder / und suchte emfaögUfrsie Weise ihr, davon abzuhalten. Als nun endlich der bestimm sagangebrochen / beschwuhr er diese seine Mahlte sich bep dem StiMGefecht doch emjufindrrr/ mit Beyfügen/haß ihre blosse Gegenwart