Druckschrift 
Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

3 ; o R§m. Mas. und der » hohen Mitte»

nicht ermangeln wotte/ dieses Jahr in besagten Niederlanden/ womöglich / ctvien qlsitfltdxn Streich anzudringen. Zu welchem Ende erdann allenthalben mit Verrahtereyen angesetzt / welche aber glücklichnvch entdecket / und dem listigen Beginnen Franckreichs hiedurch vor,gebogen rvorden.

Der erste verrahterlscheStreich war auf die Lüttichische Vestungrev auf Huy gemütttzet; in welcher ein Sergeant von der Garnison sich unter»Huy. standen/seIbigeVe,mng an die Frantzosen zuverrahten/ un zu überge.den / mästen er allen Zustand / und was sonst in der Vestung passirte/denen frantzosen/ so mit starken Partheyen in einem Busch beyeinan«der gelegen / durch eine sichere Traums, Person s'sovorhin in Huy/alses nochin Frantzösischen Händen war / gewohnt / und sich dermalen zuOmanr aufhiebe/an welche er Brief/vermittelst eineSSeils/ nächt-licher Weile über die Vestung abgelassen) berichtet.

Indem nun gedachte Frantzosen auf dieselbe Manier / gleichwie dieGarnison fu Hupgekleidet/mid moritirt gewesen; alsgiengen sie alleTag starck ein und aus / gleichwie sie auch zu Lüttich zu thun / gewohntgewesen/ohne daß man sie jemalenerkennm/oder einen Argwohn vonihnen schöpften können. Inzwischen aber hatte ein gewisser Bauer be,hrfÄctt obachtet und vermercket/ daß täglich odgedachte FrauenS-Person zuDrrrachMdenen Frantzosen in den Busch/nachgehends wieder zu derVestungve» Tag. kehrte;daher er dieses dem Gouverneur eröffnetezworaufalsobald un»ter die Thor Befehl ergangen /-niemand mehr hinaus / jederman aberhineinzulassen.

Hierauf verdoppelte man die Wachten / und gieng überall starckherum / worüber man dann verschiedene Frantzosen erwischt /und ge,sanglich eingezogen. Als nun der Sergeant vermerckte/ daß das Endeseiner Verrahterey/ der Anfang aber seiner wolverdienten Bestraf,sung Mhanden; wolte er sein Hevl in der Flucht suchen; Zu welchemEnde>er sich mit einem Seil überdie Vestung herunter ließ/ weil aberdieses zu kurtz / und er noch weit von der Erde; als fiel er herunter / und«rrgkillkt zerbrach ein Bein; worüber er/ wie auch nachgehends dieFrauens,will kmftie»Person ertappt / und gesanglich eingesetzt worden. Der FrantzosenÄ 2 ?^Vobhaben aber / welche sich über , 000. starck versammlet hakten/Bein. war die Vestung Hup neben Der Vorstadt zu Lütrich in die Asche zulegen.

Weil man aber leicht vermuten kunnte / dieser SerZcanc wurdenicht allein mit diesem Verrath verknüpfst seyn ; als durchsuchte

mau