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Fünffter Theil (1692)
Entstehung
Seite
120
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io Röm. Kayf Maj, und der- h ohen Allürtttt

Häuser auch ohne einigen Zierrath/und unordentlich gebauet. Gleich,wol ist sie mit zimlich hohen und hübschen Mauren umgeben. DerHafen ist nickt allerdings gut / sonderlich bey etlichen Winden.

Als die Stadt im Wohlstand war / zehlte man allda 6000. treff,liche und prächtige Häuser/ mir einer grossen Anzahl Kirchen / Gast«HÄuser/Badstuben und Herbergen. Die meistenEinwohner warenWeber / und die andern lebten von ihren jährlichen Einkünfften/und Gewächsen / welche meist in Gersten bestunden; sintemal Mumligende Landstrich wenig Korn oder Weitzens trägt. VietKauff-Leute aus Cacalonien, von Venedig und Genua, auch anderwärts/pflegten sich allhler einzußnden/und mit denenBurgern/die ihsierrgakfreundlich begegneten/ einen groffenKauff - Handel zu treiben.

EhmalS wollten die Inwohner keinen Königlichen Befehlha,der leiden und Dulten / sondern begehrten nur allein einen Zöllner / derdesKönigSSchatzung empfangen und einnehmen follte;und eben des-wegen lagen sie mit dem König von Teleniin in stettigem Streit.Auch walten die Bürger selbst aus ihren Mitteln ein Ober, Hauptzu Schlichtung der bürgerlichen und siraffbaren Sachen. Ja siewurden so mächtig/ daß sie dieselben auf ihre eigne Kosten umerhiel-ten. Ich will mehr sagen ;der Anwachs dieserihrer Macht/mackte siezu letzt so verwegen / daß sie sich unterstehen dürsten selbst an Spani-sche Küsten auf den Raub aus zu fahren: dardurchttoran emGe-fangnüß ward der geraubten Christen.

Aber nachdem der Spanische Cardinal xünenes,mitHülffe derBiscayer, diese Stadt im Jahr t 509. erobert / da er über 2000 .Leibeigene Christen erlöste/ und nicht mehr als ro. Kriegs, Knechteeinbüste/hat siesehr viel von ihrem räuberischen Wolstande verlohren.Doch ist sie noch mit ediern schönen Schloß verschcn/da der Statthal,tersich aufhält / ingleichen mit einem herrlichen Rath*Hauß/Kauff,Hauß/ einer Haupt»Kirche/ und unterschiedlichen Gast - Häusern.

Dieser Vestung nun / welche Franckreich lieber in Barbarischenals Chrililichen Händen sahe/ suchte sich öecMezzomorto zu bemei,stern. Weil aber der gemeine Pöbel und Soldaten zu Algier . zu,^ mal bey ungelegener Jahrs- Zeit / damit nicht zu frieden / der Mez-9 ?<uomot»zomorto aber zu Fürnehmung solcher Belagerung sie mit Gewaltzwmgen wollte/wurden diese Barbarn schwierig/und entschlossen/«eneral ihn und seinen General Kraken Nocka zu erwürgen ; well nun solchesvon Alqirr Mezzomorto zeitlich verkundfchafftet / begab er sich mit seinem Ver««tsliebrn. trauten auf das Castell Sattel, und von dar nach Eonstanlinopel/Lra.