Das Groß
(liegt zwischen 25° 3^ und 27° -8^ östlicher Lange, u
Flächeninhalt.
i 85 Hü Meilen (geographisch)*)
Volksmenge (für 1325.)
680,986, demnach 3631 auf eine Meile.Wohnpläße (für 1825.)
65 Städte, 56 Marktflecken, 367 Pfarrdörfer, 1240kleinere Dörfer und Weiler und 99,141 Häuser. Eskommen im Durchschnitte auf 2§ Meilen eine Stadt,auf 3 lH Meilen ein Marktflecken, auf 1 sH Meile 5Pfarrdörfer, 7 kleinere Dörfer, Weiler und Höfe und562 Häuser.
Gebirge.
1) der Odenwald, dessen größte Länge ungefähr12 Stunden beträgt, ein Uebergangsgebirge aus Sienit,Kalksteinen und Thonschiefer bestehend, erreicht im Groß-herzogthume seine größte Höhe im Felsberg, 1630 Fußüber dem Spiegel des Meeres.
2) die Höhe (launuZ), zu der der Feldberg,2605 Fuß hoch und der Altkühn gehöret.
z) der Vogelsberg, in einer Länge von 12 Stun-den, bestehet hauptsächlich aus Basalt. Der höchste Gipfelist der Taufstein 2347 bis 2400 Fuß hoch, und dann folgtdie Hvhenrodskuppe 2008 Fuß erhaben.
4) der Westerwald.
Flüsse.
i) der Rhein, auf einer Länge von 19 bis 20 Stun-den, zwischen Mainz und Bieberich über 3000 Fuß breit,
») Rach Crome.
IV.
Herzogthum Hesse»
490 24, bis 51° 19/ nördlicher Breite, in zwei Ländermassen, die an Flächeninhalt einander ziemlich gleichstnd, vertheilet.)
bildet während seines Laufs an den Großherzoglichen Staa-ten hin, 18 größere und kleinere Inseln; 2) die Pfrimm,(Pfrym) 3) die Selze, 4) der Neckar, 5) der Main sammtder Mümling, der Gernsprienz, der Bieder, der Nidda,der Wetter und der Nidder; 6) die Lahn mit der Ohm undWiescck; 7) die Altsell, 8 ) die Schwalm, 9) die Eder,io) die Welschnitz, n) die Winkelbach, 12) die Modau,13) die Schwarzbach, 14) der Landgraben.
Mineralquellen.
Auerbach an der Bergstraße, Echzell, Gießen,Okarben, Steinfurth, Nieder-Roßbach, Wis-selsheim, Trais-Horloff und Vilbel.
Volksstämme und Sprache.
Die Masse der Bewohner sind Deutsche mit Oberdeut-schem Dialekt, in Rheinhessen sich den Rheinländern nähernd.Sie stammen insgesammt meistens von Katten und Alleman-nen ab. In politischer Beziehung theilt sich das Volk inAdel, Bürger und Bauern ab; ersterer zerfällt in hohen-und standesherrlichen und in nieder» oder Lchnadel.
Hauptzweige der Industrie.
i) Ackerbau, gewöhnlich nach der Dreifelderwirth-schaft. Den besten sich hierzu eignenden Boden findet manin den Provinzen Rheinhessen und Starkenburg, vorzüglichbauet man Spelz und Weizen in gedachten beiden Provinzen.Roggen wird vorzüglich in Oberhessen häufig gcbauet, undiwar in der Maße, daß man im Durchschnitte, besondersin der Wetteran das rote bis rate Korn als Ertrag anneh-men kann. Die Landschaft am Odenwalde gewährt vorzüg-lich Hafer. Kartoffeln werden besonders am Fuße des Vo-
gelberges in Rheinhessen und Starkenburg, vorzügl. im klei-nen Amte König gebauet; in letzt gedachter Provinz kommtauch Hirse häufig vor.
2) Gemüsebau, besonders Kohl, Bohnen, Spar-gel, Rüben und Salat, in der Landschaft am Vogelbergund in der Provinz Starkenburg, auch in Rhcinheffen.
3) Fabrik- und Handelskräuter, von diesenziehet man besonders Tabak in Rhcinheffen, im Starkenbur-gischen an der Bergstraße und um Offenbach; Färberrötheim Starkenburgischen am Vogclsberge; Flachs, besondersin Oberhcssen; Hanf in den Kantonen Wörrstadt und Wöll-stein Rheinhessens; und Rübsaamen in den besseren Pflegendes gesammten Landes.
4) Obstbau, dieser ist besonders an der Bergstraßezu Hause, und vorzugsweise zeichnet sich das Dorf Sprend-lingen , unweit Frankfurt aus.
5 ) Weinbau, dieser ist in der Provinz Rheinhessen,wo 22,849 Morgen mit Reben besetzt sind, vorzüglich.Die besten weißen Weine sind: Liebfrauenmilch, der Cater-löcher- und der Luginsländerwein bei Worms, Niersteiner,Laubenheimer, Gau - Bischheimer, Oppenheimer und Dien-heimer; ferner die Weinsorten bei Mainz, Kostheim, derScharlachbeerer bei Bingen, beiHeideeheim rc.; sodann dieedlern rothen Weine bei Ober-Ingelheim, Groß-Winten-Heim, Heidesheim. In der Provinz Starkenburg findetman circa 2200 Morgen Landes gute Weine, bei Auer-bach auf dem sogenannten Kirchberge, bei Zwingenberg,Alsbach, so wie bei Heppenheim und an der Bergstraße.Man baut in diesen hegenden an 22,000 Ohm jährlich.In der Provinz Oberhessen wird nur bei Büdingen und beiDüdelsheim Wein im Großen gebauet.
6) H 0 lzkultur. Ungefähr ein Drittel der beiden Pro-vinzen Starkenburg und Oberhcssen ist mit Holz bedeckt,