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Sechste Lieferung (1825) Der Deutsche Staatenbund und zwar die süddeutschen Staaten : I. Königreich Baiern. II. ... Würtemberg. III. Großherzogthum Baden. IV. ... Hessen. V. Die Hohenzollerschen Lande
Entstehung
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L. die Donau.

Zufluß

die Ablach, die jedoch im Würtembergischen dieDonau erreicht.

Seen.

r) Der Bodensee, sammt dem Uebertinger, undUntersee.

L) der Möckingersee, nahe am Bodensee.z ) der Illmensee, bei Pfullendorf.

4) der Schluchsee, bei dem Orte gleiches Namens.

5) der Feldsee, am Feldberge, tief im Schwarzwalde.

6) der Tittisee, durch die Gutach mit dem Feldsee ver-bunden.

7) der Eichnersee unweit Schopfheim.

8) der Nonnenmatt weißer in den rauhen und hohenBergen des Köhlgartens.

9) der kleine Wildensee, in den Gebirgen des Kniebis.

10) der Mummelsee, auf dem Seekopf unweit Sichern.

Mineralquellen,s) warme Quellen:

i) bei Baden Baden. 2) bei Badenweiler.K) Sauerbrunnen:

z) in Griesbach. 4) in Antoga st. 5) in Pe-tersthal. 6) in Rippvltsau.

c) Schwefelquellen:

7) in Sulzbach. 8) in Langenbrücken.

ä) kleinere mineralische Bader,y) zu Hub. is) zu Kirnhalden- n) Malter-dingrn 12) Sulzburg.

Volksstamme und Sprache.

Die Bewohner des obern Rheinthals und des westli-chen Abhanges des Schwarzwaldes, von Basel bis BadenBaden, stammen von den Allemannen und Schwaben ab.Ihre Sprache ist am unverdorbensten in der obern badischenMarkgrafschaft. Um den Bodensee und auf dem östlichenAbhange des Schwarzwaldes, wohnen Abkömmlinge derSueben mit schwäbischer Mundart, gemischt mit schweizeri-scher und allemannischer. Der untere Theil des Landes istvon Abkömmlingen der Franken bewohnt, deren Sprache sichder norddeutschen nähert.

Hauptzweige der Industrie.

Man nimmt im allgemeinen an:

4,365,220 Morgen cultivirte Fläche, hiervon2,053,200 - Ackerland,

5s3,000 - Wiesen und Weiden,

112,020 - Weinberge,

i,58o,600 - Waldungen.

Der Ackerbau ist ein Hauptzweig der Industrie desLandes, hierbei ist die Dreifelderwirthschaft am gebräuchlich-sten. Die Kornreichsten Gegenden liegen zwischen dem Rheineund dem Schwarz - und Odenwalde. Den besten Waizenliefern die Aemrer Lichtenau, Emmendingen und Mengen;vorzüglichen Spelz findet man auf den Feldmarken von Min-stedt, Gallenweiler rc. Unbedeutend ist der Bau der Hül-sensrüchte, wovon noch Erbsen am meisten gezogen werden.Von den Gemüsearten sieht man häufig Kohlrüben, Kohl undKartoffeln. Als Handelspflanzen kennt man vornehmlichHanf und Tabak, für ersteren Gegenstand sind besonders dieFluren des Kinzig - und Trcisamkreis (Dreisamkreis) undausgezeichnet die von Bischofsheim geeignet. Der beste Ta-bak kommt aus dem Neckarkreise. Flachs wird im Schwarz-wald, und nur in kleinen Quantitäten Krapp, Oelpflanzenund Cichorie gebauet.

Der Obstbau ist im ganzen Lande vorherrschend, be-sonders am Rheine und längs der Bergstraße sieht manganze Wälder von Kern - und Steinobst, welches theils gc-dörret, theils roh versandt und zu häußlichem Gebraucheverwendet wird; auch wird aus Aepfeln und Birnen Mostund Essig bereitet, aus Nüssen Oel geschlagen und ausZwetschen und Kirschen abgezogene Wasser bereitet.

Der Weinbau nimmt die dritte Rangordnung InderLandeskultur ein. Die besten Sorten Trauben wachsen anden Thälern des Rheins, des Mains, der Tauber und desNeckars. Die Orte wo vorzüglich Wein gekeltert wird, sind:Affenthal, Elmendingen, Landeck, Köndringen, Jhringen,Achkarren, Ortenburg, Obcrkirch, Lausten, Mühlheim,Muggard, Brizingen, am Köstclberge, Auggen, Feldberg,Jstein, Steinenstadt, Weil, Oetlingen, Lüllingen, Hems-bach, Haltingen, Kleinkems, Grötzingen, Kaisersberg,Nietern, Eisingen, Leisingen, Schliengen, Weil, Küßnach,an der Bergstraße und bei Werthheim; diebesseren Seeweinekommen aus der Reichenau, von Schleitheim, Mccsburgund Uebcrlingen.

Die Rindviehzucht macht wegen des vortrefflichenWiesewachscs, besonders längs des Rheins und an den

Berghöhen hin, in den meisten Gegenden einen Hauptge-genstand der Landwirthschaft aus. An vielen Orten hatman die Stallfütterung eingeführet. Man hat meistenssüddeutsche Race durch Schweizervieh veredelt.

Die Pferdezucht auf die man in neueren Zeiten vielSorgfalt verwendet hat, ist doch noch nicht das, was esseyn könnte. Zu Stüttensee befindet sich ein großherzogli-ches Gestüte.

Die Schaafzucht ist nur unbedeutend zu nennen,sie giebt im Durchschnitte nur grobe Wolle und mit Ver-edlung durch Merinosheerden hat man erst seit einigenJahren den Anfang gemacht.

Die Schweinezucht ist dagegen ein erheblicher Ge-genstand und kommt theils als Vieh, theils als Speck imHandel. Ziegen findet man nur in solchen Gegen-den, wo es an Futter für Rindvieh fehlt. Sie sind ineinzelnen Gegenden des Schwarz - und Odenwaldes zuHause. Die Federviehzucht reicht nur zur innernCvnsumtion hin. Die Bienenzucht ist besonders imSchwarz - und Odenwalde, im Mürgthale und bei Em-mendingen und Freiburg zu finden.

Die Fischerei ist besonders für die Rheinorte vongroßer Wichtigkeit. Im Treisamkreise nähren sich ganzeDörfer von diesem Erwcrbszweige.

Kunst- und Gewerbsfleiß.

Manufakturen und Fabriken sind in Verhältm'ß desLandes noch gering, die wichtigsten sind folgende:

in mineralischen Stoffen.

n) Eisen- und Hammerwerke zu Oberweiler,Kandern, Hausen, Kollnau, Kutterau, Albbrugg, Wehrund Zizenhausen, welche herrschaftlich find; dann zu Bach-zimmern, Hammereisenbach, Falkenstein , Zell, Kleinlaufen-burg, Murg, Söllingen, Pforzheim, Gaggenau, Bühler-thal, Hausach, Neudenau, Ripperg, Sennfcld, Zimmern,die Privaten gehören.

b) Gewehrfabrik zu St. Blasien, welche Flinten,Jagdgewehre, Kugelbüchsen, Pistolen, Säbel und andereWaffen liefert.

c) Eisendrathfabriken zu Albbrugg, Schwar-zenbach, Schopfheim und Waldkirch.

ä) Pfannenschmieden zu Hausach und Albbrugg.

e) Waffenschmieden zu Forbach und Eberbach.

f) Löffelfabriken zu Tryberg, Steig, Geschwend,im Amte Schönau und zu Rothenfels.