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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
422
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BeneW.

4 " Röm. Ra^strl. kNas. uudDek- hohen Allmten

Htttzsgzu ren zu Hülffe geeiiet/ die Wärde des Oder H^ftMärschallHämMMncdig Protospatharius genannt / und der nächsten Rang nach den Kavier22s ^"e. Endlich verwechselte sich diese einfache Regierung durch einen!7vmKMrso>ldörlrchenZufall wiederineine zweyfache.

Dann Johannes der Sohn Mst Patritiati/so wegen löblicherBeherrschung seines Vatters auch die Hertzogliche Würde erhalten/fiel in eine rödtli che Kranckheit/ so daß er verm-eynke/ daß er sterbenwürde/ und deßhalben das Volck ersuchte/daßsisseinenBruderzurnAbttmati- Nachfolger ernennen nißchken/ welches er auch erhielt. Weil er aber^Doppel, aufkam/gebrauchte er seinen Bruder zum Neben-Regenm;^ und als derselbe mit Tod abgieng/ nahm er dessen altisten Sohn ingleicher Würde zu sich. Nachdem er aber sechs Jahr in der Regierunggewesen/und verfpichrt/daß das V olck mit ihrerMegierung nicht wolzu frieden war/so danckten sie alle beyde ab/ und üderliessen wieder dieeinige Beherrschung im Jahr 8 8 7 . Petro Candiano.

Von diesen kam es auf Petrum Tribuns/und so sott aufMsumBadoarium/folglich auf Petrum Candianum li. die allealleinigdieHertzogliche Würde genossen / bis Petrus Badoarius seinen SohnPetrum Candianunr M. zu einen Neben-Regenken annahm; deraber um feiner üblen Regierung willen/ins Elend verflossen worden.Nachdem er aber zu mehrern Alter koinmen ward er viel firsamer/und«erhielt sich gar wol/ nahm auch den andern aus seinen drey Söhnen/Petrus genannt/neben sichin die Regierung. Dieser hingegen hieltfich so ubes/ daßdasgantze Volck darüber in Aufruhr geriest) / alsodaßdieser Sohn aus der Stadt gejagt ward; Da dann die furnehmstenEinwohner/ so wol geistliche als weltliche/einander einen öffentlichentheuren Eid schwuren/nimmermehr zuzulassen/daß dieser Sohn wistder nach Venedig kommen sollte.

Indessen legte sich dieser aufdas See-Rauben/ und thake denenVenerianischenKauffleuten st) grossen Schaden/daß sein Vatter furBetrübnüß darüber starb. Aber dieser Tod/der erlittene Schaden/der geschwome Evd/ ward bey dem leichtsinnigen Volck so wenig ge-achtel/daßsie diesen von der Regierung ausgeschlossenen/und in basEl 'nd vertriebenen Petrum/bloß allein um ferner Durch!. Vorfahren

willen/ welche der RepubliM viel Dienste getban/wirdcr zu ihreuHmtzog aufnahmen. Dieser stieß hieraus seine Gemahlin von sich/ uBhsurathrte sine äschere / die sehr mächtig war anScUvmundLaMGütern. Daraus bekriegtr er die von Udsrso und Ferrara mit einenglücklichen Ausgangworüber er so hochmütig ward/ daß er dmHer-tzsglich.'n P ülast m^t Soldaten besttzts/und gegen die Stadt Vme-diz >.mm:r Tyranmscher zu werden begaffte. Da