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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
416
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4 i§ Röm. Rayserl. Maj. und dero hohen Akiirrenzusamrnen getragen ward. Aber zo. theils ArmenianeHdW^

chen/welche das/was sie gekaufft/nicht wieder hsrbeygegeben/sind in

Fluchtder der Lufft verarrestirt worden. Glücklicher waren bey diesen letztenCristen Tumult die Christliche Sklaven / a'.s weiche in grosser Anzahl in denSciavm. Pallast des Frantzösischen Ambassadeurs geflüchtet/ welcher dann ausMittleiden bewogen/ einen jeden von dusen armen Leuten mit r.Hec-chinen an die Hand gieng/und vor deren Einschiffung Sorg trug; schbige aber war so wo! gelungen / daß deren unterschiedliche von aller,Hand Nationen/ mit dem Schiff La Madonna del Carmine benamset/in Venedig eingelauffen/ und noch eine ziemlichere Anzahl in einemKriegs-Schiff denen vorausgeschickten gesolget.

Wir begleiten diese befteycte Sclaven nach der AdriatischenBeherrscherin / und beblicken selbige mitten in der Triumph-Lese undSieg-Jauchzen in Trauer eingehüllt/ zum leidigen Vrvspiel/wie Lff-ters die Freud eineFürrretterin des Lews / und nichts dem Lachensonahe verschwägert/ als das Trauern; Dann indem in Venedig alleswieder vor Anstalt zu einer glücklichen Campagne entbrandte/und nmdie Schiffe mit behöriger Munition undVvlckern/nachMoreaundDalmatien abzuschiffen Seegel-fertig lagen / siehe/dastürmetedieseunangenehme Zeitung von dem Thron des Venetianischen Marcus-Herzvgvon Pallasts und Platz her/ wie daß nemlich der Durch!. Fürst und HerrGiustiniani/ dieser Welt entrissen / und in dis ewig-währende Hirn,^ ^ mels-Regierung versetzt worden. Dieses beleidete höchstensden gan,

tzen Staat/als welcher in dem verstorbenen Doge/ ein warhafflesBildnüß derSanfftmut/Klugheit/undVatterlandsLiebenunent,behrenmusie.

Leich.Be- Seine Leich-Begängnüß und Begräbnüß/wurde mit vielen tau,sänM' s^d Zähren beehret/ so die Liebe der Unterthanen / ihren treuen Lamtzaa« ' des-Vatter/ der wegen seiner siegkafftsn Regierung ewig in den Am

* 2' gt'denckendcrNachkommenschafftblühenwird/gezinsek. DergantzeAdel war in ungemeine Menge Hey den Funsralien dieses Preiß-wur,digsten Fürsten/ der zu keiner glorwürdigern Zeit / als unter der Sieg,Bekräntzung so vieler eroberten Landsci afften und Plätze/ seinen Geistausopffem können. Der Dominicaner St.Gw und Paust Kirchewar gantz'mit Schwartz bezogen/und darinn ein überaus prächtigesdgllrum Ooloris ausgerichtet/ welches mit vielen Bildern gezieret/undmit etlich looo. angezündetenFackeln und Lichtern erleuchtet/auchdmbey das Heil. Sacrament ausgesetzt worden.

Als man nun alten Gebrauch nach dem Volck vergönte/ dieKer,tzen samt dem Laliro Ooloris unter sich zu lheilen/ entstund darüber