Triumph-leuchtenden Rriegss Helms Dritter Theil 259
gleich in der Ertz--Hertzogl. /bnti camera der Titel Ihre Durch!, aus-gelöscht/ hingegen JhroMaj. angeschrieben/ anbey JhroMajest.dieBenennung zum Krönungs-Tag anheim gestellt / und nachdem an al-len Zubereitungen zu solcher Festivität eifrig gearbeitet worden.
Wegen des obgemeldten Decrets Königs Andrea ereignetensich grössere oiKcultaten und contra 6Elo »es-so gar unter denStan-den selbst/welches doch auch endlich limitirt werden müssen. Md aufsolche Weiß war in Presburg alles vergnügliche Wolbehagen/ da inGegentheil/ in denen ^urckischen Landschafften/ Mißvergnügen undAufruhr den Scepter führte. Wir entziehen diesen bißher verborgnenStaat den Stillschweigens Fürhang/und öffnen den curieusen Lestrndenselben.
De« Groß-Vezier haben wir lehiich in der Flucht nach Belgrad Groß-Ve.gelassen / allwo er endlich angelanget/ und selbigen gantzen Tag mit 6 "kommevorgedachten Bassen / so ihn in der Flucht Gejellschafft geleistet/ wieauch mit dem Hussam Bassa/Commendanten Hieselbst/in ein Zimmerverschlossen / um zu berathschlagen / was zu thun sey; da er dann amrathsamsten befunden / nach Adrianspel fortzugehen/um daselbst disOrdre des Groß-Herrn zu erwarten/weil er noch einige Hoffnung hat-te/desselben Gnade zu behalten/oder auf das wenigste sein Amt mitdes Camaicans-Steüe zu verwechseln. Seine Hoffnung schlug zwar Muß nachnicht gantzlichsehl/indemihnangedeutetwardnach Constantinopelzu Csnskcmtt«kommen: als er aber auf dem Weg begriffen / muste er vernehmen/ """daß 4. Ofticier aus dem Lager angelangt/ welche von den JanitscharmSpahls/Topehis undGobegisabgeschilkt/und mit gnugsamer Be-glaubigung von allen fürnehmsten Officiren des Lagers versehen/wo-durch sie erklärten / daß Solymann weder Conduite noch Couragehätte; so daß er ihm die geringste Sorg scyn lassen/ das Lagerzube-friedigen/daher er danninBedienungderVezimChargs eben so we-nig geschickt als der Esel zum Laurenschlagen. ^
Diesen einmütigen Aeugnüß seye noch uberdiß ein BittschriffLbeygefügt/ worinn die auftührigeSoldatesque um einen andernGroß-Vezier Ansuchung gethan/ weil» ihiien unmöglich ein so verhasstesFürb-ld langer als emenBefthlhaberanzusehen. So bald der Groß-Veüsr dieses vernommen/sendete er alsobald den Tessterdar-'und desReps Effendi mit dem Siegelund Mahomets Standart/ und folgteselbstennachConstantinopel/allwoer gantz unbekannter Weiß ange-langt/ und seinenAuffenthalt bey denCamaikangenommen. Zwarpardonnirte ihn / das Leben belangende/ der Sultan / allem die Stelleentnahm er ihn/ und ließ ihn den Ort seiner Relegation noch nicht wis-.t„/
Kkij sen?