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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
219
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Triumph - l euchten de n Rriegs-Helm» Drlrrer The ll. 2!9

Pforte aber in höchste Verwirrung grrathe» könnte. D r GroßV«-zier bemerckte solches zeitig genug / ließe daher/ als ein sonderlich ver-'riitz. Wagener Kopff/ die vornehmsten Baffen und Befehlshaber für sich.'n f kommen/ um selbige über dir jetzige betrübte (.onjuMuren in Berath,schlagung zu bringen und Allen Unheil durch ihre heilsame Vorschlägech ^ fürzubeugen.

Kaunr hatte sich diese bestürzte Gefelkschafft versammlet/ als er Färkrsgmaller seiner Beredsamkeit aufbot/ und mit Hertz-brechendenReden sür-Groß Ar,strllig machte: Wie daß w cher er/ noch der Sultan/ allein an den ge-r"*-,

. genwa^iqenKriegs-Feuer/und so vielfältigerlsttenenSchaden/Schüld

habe/sondern selbiger seye von den völlrgenTürckischenDivan/als einer^.7, unglückfteligen Mutter / mit Beystimmung aller fürnehmen Baffen/

7 ' gezeuget und an das Licht gebracht worden. Versicherte sie beyne-benst/ daß weiln er von der Pforten allen Gewalt und Befehl habe/ den-7.7/ Frieden zu schließen / bey denen Christen solchen eifrigst treiben lassen7 7- wollte / mit klarlicher Darlegung / daß auch die Christen durch diesen

77-" fchwehren Krieq sehr abgemattet/und dahero den Frieden nicht ferner

<'? ausschlagen würde».

' Durch sothaneBeweißchZründe und Vorschläge besanfftigte der GroßU«

Grsß-Vezier in etwas die zur Aufruhr sich schon auffchwellende An- zur schreibt! u ^ schläg-Wellen seiner bey sich habenden Baffen / daß sie sich in etwas andmH».r.'rr, vergnügter bezeigten ; darauf er dann Ihre Hochfürstl.Durchl. von- 7 ' Lottringen ein Schreiben/folgendes Jnnhalts einhändigen ließ: ^ .

Lar! / du grosser Held/ der du führest das Heer

7:7 der Christenheit.

^ entbieten wir unser» Dienst und Gruß und geben dir

2-7 «O habe? zuvernehmen / wie daß uns der grosse GGkr eine g§,

- 7 raume Zeir her gestrafft / also/ oaß bißhero unsere Waffen /wir höchst unbilligwidcx euch ergriffen/ fasiiedesmal den Kur,yern ziehen / wie wir mir unser» höchsten Verlust erfahren/ daß2 alsö der erzürnte GOtt gegen uns barmheryig und an denen

- 5 ' bisherigen Grraffett / so wir erlitten / vergnügt zu ftW / noch

nicht scheinet/ zweiffeln aber keines Wegs/ daß der gerechte77 GOrrhinführo an dieser Züchtigung/ womit Er uns heimgesn-

cher / sich ernsten erjärrigen/ und uns so dann in seine Gnadeund Barmherzigkeit wiederum an- und aufnchmen werde.

7 Es kan sonsten dieses ( obwolen wir es nicht «erhoffen)

V-chein weires Aussehengewinnen. wir aber wünschen vor. Ee tj alle»