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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
198
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298 Röm. Ra^serl. LNas. und der- ho hen Alliieren

nen/ man sehe eine HeerdeZiegen an den Bergen hangen/ weilsiechr«Kleider son Baumwollen zu machen / und sehr weiß zu waschenpflegen.

Natltrunv Sind alle wolgebildete Leute/und der Arbeit sehr gewohnt/sprim

Eigenschaft gen w'.e Gemsen mit blossen Füssen über die scharffsten Klippen: DieverMat- meiste haben ein stuck Leder unter dem Fuß/ oben mit Bändern zugsn»rr». Hunden/ so ihnen an statt der Schuhe dienet. Ihre Regierungs-Formjst/daß die Aeltisie und Fürvehmsien regieren; in denen Dörflern aberhaben die Papas das Wort/ wiedann beyZarnata in vielen Dörflernzu sehen. Doch ist ihre Freyheit durch nachfolgende Begebenheitziemlich geschwächt.

Zn Ende des rasten Jakrs/ als die Mainotten bey denenCandiamschen Conjuncruren mit Rauben und Plündern demTürckeagrossen Schaden thate«/ schickten dieselbe einen Corsarn Asem Bafla/mit 4. grossen Schiffen an ihreKüste: Diese hatten nicht so bald An-cker geworffen / da schwummen zween Mainoten hinan / hieben dieMainotten Cabell entzwey/und zerschmetterten 2. Schiffe an den Felsen. Als nunwerden der Asem sähe daß mit Gewalt nichts auszurichten/verführte er einen Ge/trogen, fangenen/ Namens Lybriacis / so einer von denen Fümehmsten unter

denen Mainotten war; diesen schickte er wieder hin/welcher einenTheilder Seinigen an sich zog / und den Türcken die beyden VestungenChresafa und Paffava/so die Venetiamsche Siegs/Waffen voretli-chen Jahren erobert/zu bauen vergönnte/mit Vorgeben/daß sieKauf-Handei daraus treiben sollten. Als sie aber solche verfertigt/ siengessie die Mainotten/ wie die andere Griechen zu tractiren an.

Mal«««« Die übrigen so in des Lybriacis Verrähterey nicht gewilligt/als«ntjweym sie solche doppelte Brille ihnen aufgesetzt sahen/setzten sich an ihren Ge<sich' nossn zu rächen für / und thäten ihnen Schadernvo sie konten. Undseither ist diese Republique in zwey Partheven gerheilet gewesen. Mnun vor kurtzer Zeit die drey Türckische Vestungen anBraccio di Mauna durch Hülffe der Mainotten sich für der Adriatifchen Herrscherin ge/

beuget/scheint es/sie sollen sich wieder vereinigen/ausser daß die Lvbm-

cer/ somehrencheilsin denen Dörffern/bey den Vestungen heruMe-wohnt / undansetzotheils allda/theils in Coron sich niedergelassen/fm

gesckeider und verständiger/ als die in den Bergen wohnen/gehabten seyn wollen. Sagen auch / sie wären nicht mehr Mainotten /sondern Contadini/ als die nunmhers Christliche Obrigkeit hatten/aber genug von den Mainotten; wir kchreo wieder zur VenetEschen Flotte.

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