Druckschrift 
Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
82
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xr Röm. Ra^serl Mctj. rm d der» hshen A lliircen

WerckGerina-Schähung/in einen Grausamen verwandelt worden/durch dessen Verhangnus der elende Stand/worein sie verfallen/ihnenzugeschickt. Die M-Värter zwar und Stisster desJudenchums / wä-ren durch ihre unablässige Flehens-Gebete/ womit sietheils in der Ba-bylonischen Gesängnus/theils jetzigen Zerstörung/ihr Elend beächzei/zum Mitleiden bewogen worden/ so/daß sie endlich Fußfällig eine Bes-serung ihres verzweiffelten Unglück-Stands ausgedeten ; alle ihreBitte wäre oh nkräff ig gewesen / wann nicht die Bev-Stimm des vonihnen bis in den Ted beleidigten Christi beygewürcket/ur.d die verhoff-liche Gnade n-Zeit/ die jetzt für der Thür/ seinen Beleidigern ausgebe-ten / und ihrer Verfolgung Ende mit nachfolgenden Worten bey demAllmächtigen GOtt und Vatter erhalten: Du Abgrund alles Gu-ren/von wachem alle Creaturen lhre Ur-Quelle suchen/und dich/von soviel unzehlich-erzeigten Gut/ GOit betiteln/ich aber mildem NamenVatter dich benennen kan/eS hat ja deine unermaßliche Weißheit/vonDer unergründliche Ewigkeit her/mw nichteinen so schmahsich schmertz-lichenTod zuerkenntt/damit nur etliche/durchAdamindaSVerder-lengesiürtzte Menschen/erlöset/ und wieder in diesen seiigenStand/worein sie deine unendliche Barmhertzigkeit Anfangs gefetzt/ einqesüh-rek würden. Nein! sondern mein durch so viel Striemen zerkerbterLeib/und mein bey Todes-Angst abrinnender Todes-Schweiß / hatDes gantzen menschlichen GeschlechtsSünden/ so sie nach der HöllenDrücken wollen/entlastet/und die schon verkerckerte wieder in die Arey-heit gesühret. Vergönne derohalben/ daß einer meiner getreuen Die-ner/ so unter der verstockten Rott undverblindeten Israel als ein Er-leuchteter nach ehret/ und Schsphti Zephi benamset wird/ alle mitSünden bemack lte Adams Kinder versammeln/ und nach deinenGnad-erfüllten Willen / dieselbe in dasParadeis einsühren/ damitkeiner/ durch dieIrr-Wege der Sünden/ nach dem Verderbens-Ab-^grund geleitet/ des rechten Wegs verfehlen / und Hertz, schmertzlich um-komnienmöge.

Durch diese erdichtete Rede / wordurch sich dieser Bekrieget' /alseinem/ der mit in dem Raht-Schluß.des Allmächtigen GOttes bey--. gesessen/angegeben / zöge er/Mein anderer Hercules/ gleichsam mitgüldenen Beredsamkeits-Ketten/ seiner Zuhörer Ausmercksamkeit an/die hierdurch gäntzlich ausser sich selbst geseßt/zü fragen begunnten: Obdenn Christus in dem Paradeis bleiben würbe ? Die Antwort folgtewieder nicht ohne weitlaufftiges Umschweiffen; da er ihnen abermalsfmsiellere: Wie schon langst in denen heiligen Büchern von Christo amGezeichnet / daß Er der wahre Messias und Schilo sey: die ihnen von