Druckschrift 
Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
72
Einzelbild herunterladen
 

7»_>n. Rayserl. Maj. un d der- hohen A lliirren

kiMwird an Lippagelocket/welchen Ort sie auch angegriffen/ um r. Uhr in derMüav«r. Rächt überstiegen / und darinnen ziemliche Beuren gemacht. DieSchloß-Soldaten vermeynten zwar derStadt,Plünderung zu wider,stehen/allein die dargezedltenWunden machtet, daß sie bald ihrSchloßwieder begrüssten / denen sich der Teckely/nach erhaltener Warnung/von zweyenTürcken beygeftllet/und durch einen unbekannten Weg mithineingewischer.

Beschul, Den ehmalen unbemauerten OrtLippa hat MarggrafGeorg»uns rippa, von Brandenburg / als. er des Ungarischen Königs Match,'ä Sohn/Johannis Corvini hinterlaffene Wittwe/Bealrix/geehlichet / und mitihr diesen Ort bekommen/am ersten mit Mauren und Bollwercken be-festigt. Anno »ssl. hat sich erstlich der Türckum diese Vestung ange,nommen/ welche von Morgen einen Hügel hat/ der das Schloß undStädtlein überreichet; gegen Mittag laufft das Wasser Marsschvorbey. In dem Stadtlein war Messen eine Kirche s hens würdig/welche dem H. Ludwig geweihet. Im Städtlein und Schloß hatteJohann Peteo zu befehlicken / der mit gnugsamen Soldaten und an,derer Nohtdurfft best-möglichst versehen war ; allein dre Semigeschreckten und bewegten ihn/ daß er das Ort verließ / und also auf einegar leichte Manier den Türcken Städtlein und Schloß emlieferte;die aber Castaldo/Kayserl. General / und der Mönch Georgius/ desjungen Siebenbürgischen FürstenVormundund Cardinal (den nichtlang hernach besagter Lastaldo dieser Zeitlichkeit enkreiffen lassen)wie-der delagert/und im bemeldten Jahr die Stadt mit stürmender Hand/das Schloß aber mitAccord erobert/ nachdem zuvor derTürckischeObrrste die ziemlich bewohnte und bebaute Vor,Städte emgeäschert.A. 1552. hatAldaka/oder Aldeka/ cm Spanier/(deme hernachKay,sers t^ximiliani n. Gemahlin/Maria/ das Leben ausgebetten) mitewigerUnehrdiesen Ort/ ehenochderFeinddajürgerücket/ angezun-det und verlassen; und haben die Türcken / als sie solches vernommen/das Feuer/ sovielsiegekonnt/ gelescht/ und der Stadt wieder aufge-holffen. Von welcher Zeitan Lippa 44. Jahr lang in der Türcken Ge,walt/bis auf 1595 gewesen/inwelchemsolchsVestungdieSiebenbur,ger/damaln derTürckenFeinde/erobert. Das folgende Jahr versuch,ten die Türcken diesen Ort wieder zu bekommen / aber vergebens. Alshernach die Siebenbürger sich wieder auf die Türckische Seite gelm,rket / bst der Kayserl, General / Georgius Basta / A. 160Z. Lippa ein»genommen: aberA. r 6 r 4. der Bethlehen Gabor/ mit Hulffder Tür-ken/ wieder zu Siebenbürgen gebracht; da es dann noch bisanfdiejetziae Einäscherung und Plünderung in der Türcken Bvttmäffigkeitgeblieben. Jndemr