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Dritter Theil (1688)
Entstehung
Seite
40
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Röm. Rayserl. Mas, un d dew hohen Alliirren _

Bcschrrt« Ferner sind auch die Nagaysche Turcarn/ dis die MoscovischebmiAder 2lrmee bevölckern müssen / so dickes Leibs/ haben breite Angesichterurw kleine Augen / die Haut ist Braungelb/ denen Männern sind die^ ' Augen einqezogen/ als alten W idern /haben h,e und darein Haar

um den Mund / so dünn gesätt/ als der armen Leute Korn/sie lassenbas Haupt kahl abscheeren/ woraus abzunehmen/daß es schone undsehr liebliche Bilder / welchejedannoch nicht so gar heßiich als die Cal,maken. Sie tragen allesamt graue lange Röcke/ die übrige Kleidungbestehet in Beltzen und Mützen/ von Schafsfeilen/mit den Haarenoder der Wolle ausserhalb gekehret. Die Weiber tragen gleichwiedie Calmukischen Röcke / von groben weissen Lsiriwat/ undgE salmerunde Mützen / die oben alsein Sturmhuk;u lauff«n/und mit Russi-schen Zieraten aufgebutzt sind. D'e E stlmge/ so sich auch aufdie Äm-ter erstrecket/ da sie noch in ihrer Mutt er-Leib lregen/werden einen oderden andern Heiligen zuqeweyet/ und tragen zu einen Zeichen/daß siedemselben eigen sind und zugehören/ einen Ring mit Türkosen u dRubinen besetzt/an ihren Oyren; Die Magdlein aber in ihren rechtenNasemLoche.

Wohnstädt Des Sommers haben sie keine feste und bleibende Oerter/ son-bttNagay« dem verändern / der besten Weiden balber/gleichwie auch die Calmu-ker / ihre Wohnungen. Wenn sie aufbrechen / führen sie ihre Hüttenauf hohen Karren / zu welchen Ende sie dies lben bey sich haben/ undwandeln also mit Weid und Kindern hm- und wieder. Aen Har»ß-Rakh führen sie auf Pferden/Cameeiem Ochsin und Kühen. DesWinters kommen sie unter Astracan/(weßweam sie auchAstracam-sche Tartarn betitelt werden) und lagern sich Hauff« nweis bcyeinander/M dem Ende/daß sie in der Nokh einander beyspringen und zu Hülffkommen können. Sie werden von dm Ealmuksschen ihren E/b euz-dennnit denZufrierendesFluffesWolga/angefakenundgevlünderk;auf daß sie aber desto bessern Widerstand thun mögen / wird ihnendurch den Wevwod vonAstracanGewehr und Waffen verschaffet/welche sie den anksmmendenSommer wieder ticf.rn müssen. Manverwilligt ihnen die Waffen zu tragen nicht imme: zu/ aus Furcht einerAufruhv; und diese desto besser zu verhüten/ müssen sie allezeit etlicheihrer Fürsten oder Morsen auf den Schloß zu Astracan als GeyselNahrung igsieil / woselbst eine Parthey die andere ablösst. Die Nahrung derNagayschen oder Astracanischen Tartarn bestehet in Fischen/Vögel-' sangen/Vieh hüten und Jagen. Jhre Kübe sind groß undftarck ihreSchafe sehr fett/ mit dicken Schwanken / mehr als 20. Pfund schwer;sie haben krumme erhabne Nasen / die Ohren hangen wie der W 'ffer-

Hunde.