i6 Räm-Räystrl. Mas. und der» hohen Allttrtttlbetrachten/wollen wir einen kleinen Blick / auf dessen eigene Person !und Gemüts-Eigenscbaffken richten.
So dienet demnach zu wissen / daß seine Gestalt nicht gar uneben /und die Grösse mitteimassig sey/ wiewohl die Gesundheit von vielenUnpäßlichkeit« angefochten/auch der Leib sonsten von einigerBeschwer-lichkeit/welche ein Pferd-Sturtz verursachet/ belästiget wird. DasGemüt ist wanckelbar/ unruhig / zur Grausamkeit gar geneigt/undnach Art der Tyrannen furchtsam/wie er dann auch unter andern/durch den Tod feines Vettern / sich des Throns versicherte. i
Die Art und Weise/ wie dieser Printz/ der bißher verborgen war/demGroß-Sultan entdecket/ und auf dessen Befehl hingerichtel wor-den / prafentirt ein fürnehmer Italianer auf seinem Schau Platz derTürckey/ wir wollen dessen anmuthigeCortinen eröffnen / und dieseTragödi / in dem Habit der Teutschen L prache fürstellen:
» Nachdem dieser arme Prii!l, diegantze Türckey/ Persiui/Teutsch-
» land und Polen/ dem Tod zu entfliehen / durchgereist, ist er / bev Heister»Sommer-Zeit/mikeinemeinigenDienerzu Aleppo angelangt/allda»er sich in einen / der Stadt nahgelegenen Garten gemacht/ um daselbst»etlicheTage/biß zum Aufbruch der Caravana zuzubrigen / und als«
» dann mit selbiger weiter zu gehen. Unterdessen aber machte der Gar-» len - Herr / welcher einer von den allerreichsten Agen des Landes war /»Bekandfchafft/und gerietst in solche genaue Freundschafft mit ihm/ §» (durch die vielfältige Gunst-Bezeugungen und Gastereyen / womit ei«ner den andern ehrete) daß ihn der Printz für viel aufrichtiger und ge- !»treuer hielte/als er war.
» Als er nun seineGegen Gunst bezeugen wollte/ließ er unbedachtst«
» mer Weise/ etliche Reden schießen/ die ihn erkanrlich gemacht/ mrd eine >» Ursache seines Todes worden. Ach.' (sagte er) warum bin ich nicht !« derjenige/ der ich einmal/ mit Bevstand des Himmels/ und Hülffe mei»
» ner guten Freunde zu seyn hoffe ? Ihr werdet der jenige sepn / der am,, meisten meines Glücks geniesten /und vor allen andern der begünstigst«»und höchste ftvn soll. Diese Rede trieb denAga/ ihn zu beschweren /»und in guten Vertrauen zu sagen/wer er wäre; Versprach ihm bene-i benst mit einem Evd/ das Geheimnißbep sich zu behalten/und keinemkansVet «Menschen etwas davon zu melden r hmzufügend/daß er solches nichtwird »ma. ru wissen verlangte/ ohne/ ihm in seinem Vorhaben beyzustehen. und INthm. denen Sachen zu dienen/worinn er ihn geschickt befände. Der Printz !" traute diesen Worten / und entdeckte sich / gibt ihm auch einen gantzen«-Bericht, von seiner Geburt / und der Art/durch welche er sich bißher-- erhalten; nemlich / vermittelst der Gnaden-Bestallung / welche ihm sei-ne