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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
309
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gemessene Entschließung, im Auge Hatzen, können Sie nichtzweifeln, daß die, auf den Rubin und auf die Macht des körnigUchcn Hauses eifersüchtigen Fürsten mit Verdruß eine soinnige und dauerhafte Vereinigung der Kronen von Frankreichund Spanien, durch so feste Bande, knüpfen sc n, und csist gewiß, daß, so lange die Mächte hoffen können, dieseVerbindung zu trennen, oder ihr Hindernisse in den Weg zulegen, sie mit fortgesetzter Anstrengung dien zu bewirken suchen,und bei dieser Gelegenheit vielleicht unter sich Verbindungenschließen werden, deren Folgen gefährlich werden könnten;stakt, daß wenn die Pfänder der neuen Verbindung, welcheder König und der König von Spanien miteinander einzugehngesonnen sind, gegenseitig ausgewechselt würden, die Hoffennnq, diesen Pian zu vereiteln, verschwinden, und dieseMächte aufhören würden, sich eine unnütze Mühe zu gebenzu einem Zweck, den sie nicht mehr erreichen könnten.

Durch diese so wichtigen Betrachtungen bewogen, willSe Majestät, daß der Herzog von Saint Simon unverzüg»lcch nach Madrid abreise, und daß er seine Reise und seinGeschäft so schnell als möglich zu betreiben suche, damit dieAbreise der Znsantin von Madrid, und ihre ünkunft an denGrenzen der beiden Königreiche noch vor dem Eintritt derJahreszeit geschehe, welche die Reise über die Gebürge undüberhaupt den ganzen Weg erschweren könnte.

Der König schreibt eigenhändig zwei Briese, einen fürden König und den andern für die Königin von Spanien,welche der Herzog von Saint Simon bei seiner ersten gehet«men Audienz ihnen einhändigen wird- Zu gleicher Zeit werdenihm zwei Beglaubigungsschreiben von Sr Majestät, durch dieStaatSkanzlei ausgefectigt, übergeben werde», deren er sichbei den öffentlichen Audienzen, die er nachher bei dem Königeund der Königin von Spanien haben wird, bedienen wird.

Sobald er in Madrid angekommen seyn wird, wird ersich bei dem, welcher die Ambassadeurs inkroducirt, z» Folgeder an allen Hosen eingeführten Sitte, melden, und wenndieser kömmt, um ihm das bei solchen Gelegenheiten gewöhn«licke Compliment zu machen, so wird er ihm anstcagen, denKönig und die Königin von Spanien zu bitten, daß sie ihmeine Privataudienz zu ertheilen geruhen möchten.

Seine erste Sorge, wenn er zur Audienz gelassen wer«den, wird seyn, diesem Monarchen und der Königin, siemögen ihm zusammen oder abgesondert Audienz geben, die

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