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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
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282
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geschickt, sich versprochen hatte; und der Cardinal Alberonihatte diesem Emissär Sr K. H. erklärt, daß der König vonSpanien, von dem Entschluß seines Herrn, einen Allianz»traciat mit dem Kaiser und dem Köniqe von England zu nn«terzcichnen, unterrichtet, wünschte, daß er dieses Vorhabenausqeben, oder doch wenigstens die Ausführung desselben aus»schieden möchte.

In diesem Falle würde Se kath. Majestät sich verbind»lich machen - daß Interesse des Regenten als sein eignes zubetrachten. Hingegen würde ihm die Nichterfüllung seinesWunsches so empfindlich senn, daß weder Zeit noch anderweittige Dienstleistungen den Eindruck verwischen würden, und erwürde den König von Spanien bei allen Gelegenheiten alsseinen persönlichen Feind finoeir.

Der Cardinal Alberoni drang darauf, daß Nancre einenCourier nach Paris mit dieser Erklärung schicken sollte, aberdieser weigerte sich und sagte sogar, wenn er auch diese Erklärrung meiden könnte, so würbe sie doch unnüh seyn, weil derTractat schon unterzeichnet seyn könnte. Auf diese Antwort»ersetzte Alberoni, sobald der König von Spanien von der Umterzeichnung Gewißheit hätte, so würde Nancre keinen Augen«blick mehr zu Madrid bleiben dürfen, so wenig als der Frau»zösische Ambassadeur, Herzog von S a i n t, A i g n a nk.

Alberoni erklärte sich nickt weniger deutlich gegen dieEnglischen Minister als gegen Nancra in Rücksicht des Trac»tat«, wovon der König von Spanien jeden Antrag verwarf.Stanhope, der Gesandte von England, konnte alro nicht lan»ger über den Entschluß Sr kath. Majestät ungewiß seyn, undwidcrricth seinem Vetter, dem Grafen von Stanhope, demvertrauten Minister des Königs von Großbrittannien, seineReise nach Madrid, indem ec voraus sah, daß sie unnützseyn würde, so wie die bei jeder Gelegenheit wiederholtenErklärungen des Cardinals nicht zweifeln ließen-

In der That war der Tractat schon zu London unlerzeichrnet. und der König von England hatte dem Herzog von Sa»vvyen gerarhen, daß er ihn mit unterzeichnen möchte, als dasBeste, was er thun könnte, um sich vor dem Angriff der Spa«nier zu sichern. Zu gleicher Zeit segelte die Englische Flottenach Sicilien zu, und schon hatten die Minister des Königs vonGroßbrittannien dem Spanischen Ambassadeur z» London er»klärt, daß der König, ihr Gebieter, nicht umhin gekonnt, seineFlotte nach Italien zu senden, um die Neutralität dieses Lan»

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