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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
281
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Mächten daran liegen, zu verhindern.'daß der Kaiser in Zta»lien um sich griffe, und es sey eine falsche Politik sür diesel«den, sich einem Monarchen emgegenzusehen, der fern von ei«gennührgen Absichten, ja gegen sein eignes Interesse, dieMacht seines Königreichs dransetzte, um ein Gleichgewicht inEuropa herzustellen.

Stau Hope und Nanrre standen in großem Einverrständniß mit einander, während sie beide sich zu Madrid auf«hielten, und theilten sich gegenseitig den schlechten Erfolg ih«rer Negociation mit.

Einige Zeit vorher hatte der König von England demBaron von Niperda, damaligen Ambassadeur von Holland,eine Summe von novo Pistolen Übermacht, um sie demCardinal im Namen des Königs von England auszuzahlen,und Alberoni hatte nie etwas davon zu sehen bekommen.Er schickte nach Riperda, um hinter diese Sache zu kommen,man weiß aber nicht, wie sich die Sache aufgeklärt har; wennder Cardinal die Summe empfangen hat, so ist sie schlechtangewendet gewesen, denn er zeigte immer denselben Wider«willen gegen dir Quadrupleallianz, die eben so wenig Beifallan den Höfen, die nicht dazu eiugeladen waren, als am Spa«Nischen Hofe fand.

Der Römische Hof glaubte, die Verbindung der beidenersten Monarchen von Europa mit den vornehmsten Protestanttischen Mächten fürchten zu müssen, und da er den Krieg vorseinen Thoren sähe, wußte er nicht, wohin er seine Zufluchtnehmen, noch woher er Hülfe erwarten sollte, wenn demKirchenstaat Gefahren drohen sollten. Der König von Spa«nicn, der mit dem Pabste unzufrieden war, und den der Car«dinal Alberoni ohne Unterlaß gegen Sr. Heiligkeit aufreizte,hatte den Spanischen Ordensgeisrlichen, die sich damals zuRom befanden, als seinen Unterkhanen befohlen, Rom zu ver«lassen, und in ihr Vaterland zurückzukehren. Se Heiligkeithatte ihnen wiederum verboten, aus Nom wegzugchen, unddasselbe Verbot auf alle Spanier ausgedehnt, bei Strafe derExkommunikation und andern geistlichen Strafen; man könnt«erwarten, daß der König von Spanien gegenseitig seinen Un«terthanen verbieten würde, dem Pabste zu gehorchen, und daßfolglich die beiden Höfe sich immer unversöhnlicher gegen «in«ander erbittern würden.

Der Marquis von Nancre hatte zu Madrid das nichtausgerichlek, was der Herzog von Orleans, der ihn dahin

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