-------- 259
es auSschwaßen; er hatte schon angefangen aus purerJalousie, denn cs war ein Anderer wehr in Gnadenkommen als er. Sie war sehr viudicative, in allenStücken debauchirt, auch mit Weibern. Hätte sie nichtso viel Verstand gehabt, harte ste kein Mensch leidenkönnen.
Das hat sie den Franzosen zu danken, insonderheitdem alten Louräelot, so ei» Doctor vom Orancl Lnnciswar, der hat sie in allen Lastern gestärkt. Sie konntevon Sachen reden, die die größten Oebsucke« nur er-denken können. Sie hat die klas-ime Ne Lreßls zurUnzucht mit ihr forciret, daß sie sich schier nicht ihrerhat erwehren können. Man hak die Königin vor einenHermaphrodit gehalten. Die Franzosen, so siebei sich zu Stockholm gehabt hat, waren gargefährliche Leute. Das hat die Königin in so großeässorclrss gebracht. Den loten u 28 stenNov. 1719.
Herzog Friedrich August von Braun»schweig war recht scharmirc von der Königin C h r i-stine, sagte: er hätte in seinem Leben keine Frau ge-sehen, die soviel Verstand Härte, und so angenehm undso divertisiant wäre; es könnte keinen die Zeit keinenAugenblick lang bei ihr fallen. Ich sagte: ich habe ge-hört, daß sie so viele Wüsiereien spricht. Das ist wohlwahr, sagte er, aber ste weiß es auf eine solche Art zudrehen, Laß es einen nicht ekeln kann. Den 28stenNov. >719.
Weibern konnte ste nicht angenehm seyn, denn steverachtete alle Weiber en general. Den i;ten Decbr.1719.
8Z) Die vecbsts eine Tänzerin in der Oper, hakdem Administrator Friedrich Carlv 0 nWür-tenberg zu Paris ein Präsent gegeben, woran ecgestorben ist, und hat damit der Herzog seine großenäebsucken theuer bezahlt. Den 2gsteil Nov, 1719.
N 2 L>')