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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
242
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tigkeit gegen eine Fürstin, die so reichlich mit edlem deutschenSinn ausgerüstet war, nickt ferner bezweifelt werden könne.

Dann aber sey cs mir erlaubt, noch eine historische Con«jectur damit zu verbinden. Es ist folgende:

Die sobekannteMasque deFer, war nichtsmehr und nicht« weniger, als ein Sohn ausdieser Ehe derAnne d'A Ulriche mildemCardinaleMazarin. Er war ohngefähr in denZähren von 1646. bis 1656. geboren. Auch war erkein älterer Bruder von Ludwig XIV. . sondern nur seinjüngerer Halb »Bruder. So lange der Cardinal lebte,konnte er noch sehr leicht heimlich und unbemerkt erzogenwerden. Denn als er Anno 1661. unmittelbar nach desCardinals Tode gefänglich eingesetzt wurde, war er vhn«gefähr 12 Zahr alt. Als unstreitigem Halb »Bruder desKönigs, wurde ihm von denen, so um das Geheimnisiwußten, mit der größten Ehrerbietung begegnet, und erwar überhaupt nur darum in sichere Verwahrung gebracht,um wo möglich die Schande auf ewig auszulöschen, wel»che diese verächtliche Verbindung über des stolzen KönigsMutter, über den König selbst, über das Haus Oester-reich , über den geistlichen Stand, ja über ganz Frank-reich, wenigstens derzeit, verbreitet hätte.

Ich kann die auffallende Uebereinstimmung aller, auch dergeringsten Nachrichten nicht verläugnen, die ich zu sehen glau»be, sobald ich diese Hypothese einen Augenblick annehme.

I. Er war in den Zahlen von 1646 bis 1656 geboren, ohn»gefähr !2 Jahr alt als er lüüi gefänglich eingezogen wur-de, und starb 1703 in der Bastille, ohngefähr in einemAlter von ;r Zähren.

In dem Journale des de Ivnca, Lieutenant du Roi a laBastille wird auSdrucklick gesagt, daß der unbekannte Gefangenemit der schwarzen Samnie-Maske, 170z. in der Pastille gestor-ben und auf dem St. Pauls Kirchhofe zu Paris begraben sey.

In dem Kirchen - Buche von Sr. Paul zu Paris heißt es, daßdieser Staats - Gefangene March iali Anno 170z. in der Ba-stille gestorben, ohngefähr 45 Jahr alt gewesen, und bei St. Paulbegraben sey.

Der Apotheker der Bastille versicherte, daß ihm dieser Staats-Gefangene wenig Tage vor seinem Ende gesagt habe, er glaube«n die so Jahr all zu ftyn.

Nimmt man nun bei diesen ohnehin nur ohngefähren Anga-ben, eine billige Mitrelzahl von etwa sr Jahren zum Alter an,so fällt die Geburt immer zwischen die Jahre 1646 bis rsZs.

Nehme