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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
172
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Dübois faßte nun den Plan, den Regenten selbstzu stürzen, wie ich es wohl vorhergesehn hatte; unddieß ist keine Einbildung oder Muhmaßung, sonderndie Wahrheit. Er nahm im Stillen sei»? Maaßre.geln. Ein Unglück für den ersten Minister war, daßihn der König nie lieben konnte. Dagegen wußtenihn auch sein Gouverneur und Praceprvr, hierin voll,kommen mit einander einverstanden, wohl zu hüten.Der Herzog von Orleans, der gegen das Ende unterder Herrschaft seiner Creatur in tiefster Ohnmacht seufzte,würde übrigens ihm nicht Zeit gelaffen haben, ihn zustürzen, besonders da er die Gesinnung VeS Königskannte, der ihn liebte und es" halb und halb zeigte, sowie auch seine Abneigung gegen Dübois.

Vielleicht wundert man sich über diese Verschieden,heit in Rücksicht auf diese beiden Hauptpersonen, welchebeide die Gegenstände des Haffes des Marschalls vonDilleroy und des Bischofs von FrejuS waren. Eswird daher ein Wort der Aufklärung willkommen seyn.Nichts war so unangenehm als der falsche, fühlbar ge.zwungene Ausdruck von DüboiS's Manieren; nichtsangenehmer als der Regent« ohne Gefallsucht. Die.fer Contrast, der ans jedermann Eindruck machte,drängte sich auch dent zehnjährigen Könige auf. Nie-mand ist von Natur ehrgeiziger als die Kinder, undwie weit mehr ist dieß ein königliches Kind, das verzo.gen ist? suv-vig kV war in diesem Alter sehr ehrgeizig,empfindlich und fein in diesem Stücke; eS entging ihmnichcS: obgleich er sichs nicht merken ließ. Düboisarbeitete nicht mit ihm., aber er sprach ihn und sprachMit ihm mit einer Vertraulichkeit und Freiheit, die ihmzuwider war. Es verrielh sich »ach und nach seineAbsicht, daß er sich seiner bemächtigen wollte, was derMarschall von Villeroy und poch mehr Fleury,wie den Tod fürchteten. Beide machten den König

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