i66
Blicke: „aber warum noch warten und ihn nicht gleichdeclariren?" (Dieß war die Frucht deS ganzen Ge-sprächs!)
Ich rief: „Was sagen Sie, Monseigneur? WaStreibt Sie denn dazu? Wird cs denn nicht immerZeit genug seyn? Nehmen Sie Sich doch wenigstensdie Zeit, das was Sie eben gesagt, zu überlegen, undlasten Sie mir die Zeit, Ihnen zu erklären, was ein ersterMinister heißt, und was der Monarch oder der Prinz,der ihn macht, dadurch thut.^ ' Er legte wieder sei-nen Kopf in seine beiden Hände und gab mir keineAntwort.
Ob mich gleich dieser schnelle Entschluß nach dem,was er selbst von DüboiS'S Emporsteigen und Ehrgeizgesagt hatte, sehr erschreckte, so sah ich doch, daß daSHeil der Sache, so weit es noch zu hoffen war, nichtin Gründen des Widerspruchs, die sa alle erschöpft wa-ren, sondern einzig im Aufschub zu suchen war. Die-ser war kurz; denn nach einem kurzen Stillschweigenstand er auf und sagte zu mir: „Nun ja, kommen Siemorgen um g Uhr präciS wieder; da wollen wir darübersprechen, und uns dazu Zeit nehmen."
Ich nahm die Papiere, die ich mitzunehmen hatte,und entfernte mich; er lief mir nach, und rief mich zu-rück, und sagte mir: "wenigstens morgen nm 3 Uhr."
Ich erstaunte, als ich Velle-Ile noch auf dersauer fand, wo ich ihn verlassen hatte, der die Geduldgehabt, so lange aiif mich zu warten. Er begleiteteMich, um zu hören, wie es gegangen. Ich sagte ihm,das Gespräch habe sich auf mehrere Gegenstände ge-wendet, von denen einige mir Anlaß gegeben, denBöden zu sondiren. Ich hätte ihn gut gefunden; aberer kenne ja den argwöhnischen Charakter deS Herzogs,der sich nicht gern entschlösse und nicht gern in sichdringen ließe; ich käme den aiidern Tag wieder; und