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Zweite Abtheilung. Neun und zwanzigster und letzter Band (1806)
Entstehung
Seite
160
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habe, und da er eben so viel Geschichten und Anekdo-ten vom Kriege und vom Hofe wisse; da er nicht we-niger Tapferkeit besitze, da er überdieß Armeen com-mandirt, Spanien und Italien gesehen und nicht min,der Anmuch und Gedächtnis; zu angenehmen unterhal-tenden Erzählungen besitze. Neben allen diesen Vorzü-gen, die lange nicht so groß bei dem Prinzen von Eon-ti gewesen seyen, sitze er, statt daß jener nie aus derUngnade gekommen,am Ruder deSStaats,und habeGua-de und Recht in Händen; alle Wclt sey zu seinen Füßen,und er könne unter den Vesten aller Art für sich wählen.Hierzu, fuhr ich fort, sey nur ein Schritt zuthun, nämlich Die gute Gesellschaft der schlechtenvvrzuziehn, sie unterscheiden und anziehn zu könnenund fröhlich, aber mit weiser Mäßigung mit ihr zu spei-sen; er solle bedenken, daß nachdem das rzte, höchstensdas roste Jahr vorbei wäre, seine Gastmähler ihn ent-ehrten, wo der große Lärm, Gespräche ohne Maaß undZiel, und ohne Scham und Ehre, den Mann be-schimpften, wo eine ewige Trunkenheir alle, die nur noch«tuen Schein von Ehre hätten, schamroth machte, undvon denen die Schimpflichkeit der trunkenen Gäste je-den Menschen zurückschreckte, der nicht eben so wer-den, und die Achtung des Publikums verlieren wolle;«uS diesem allen machte ich den Schluß, daß die Lan-geweile seiner Abende zu Versailles sein eignes Werkwäre; die Abendvergnügungen, die er daselbst vermiß-te und in Paris suchte, würde kein Privatmann vonder Hälfte seines Alters sich erlauben dürfen, ohne vonallen Gesellschaften, in denen er sich zeigte, ausgestoßenzu werden; was er sich nicht um Gotteswillen habeversagen wollen, solle er sich doch wenigstens um derMenschen, und um sein selbst willen versagen; es hin-dere ihn «ichrs, zu Versailles sein Souper in Gesell-schaft der Ausgezeichnetsten und Besten zu halten, die