i;cr - 7 --^
Kopf war nicht im Stande, mehr als eine Sache aufeinmal zu fasten, und keine, die nicht gerade zu undriothwcndig auf seine persönliche Ruhe Bezug hatte. Erharte alle seine Mühe daraus verwendet, alles an sichzu reißen und seinen Herrn dahin zu bringen, daherohne ihn keinen Strohhalm anzurühren, geschweigedenn ohne seinen Rach und ohne seine Verstimmungetwas zu enrscheiden wagte; so daß nach dem Herzogvon Orleans, weder um Gnade noch Recht, weder inlausenden noch außerordentlichen Geschäften mehr dieFrage war und niemand, sogar kein Minister, um wases auch sepii mochte, an ihn ohne Wissen und Erlaub-niß deS Cardmals zu gehen wagte, dessen Gutdünken,das heißt Interesse und Eigensinn, das bewegendePrinzip der ganzen Regierung geworden war.
Der Herzog von Orleans sah eS, fühlte es; aberer war ein Gichlbrüchiger, der nur vom Eardinal inBewegung gesetzt werden konnte und in sich keine eig-ne Kraft hatte. Diesen Zustand der Dinge bescufztealles in der Stille und alles fürchtete sich vor diesemMenschen, der alles vermochte, der kein Maaß kannte undsich so furchtbar gemacht hatte.
Mich schmerzte cs mehr als einen, aus siebe zumStaat, aus Ergebenheit gegen den Herzog vo» Or-leans und weil ich die Folgen davon übersah. Ich sahso klar ein, wie keiner, daß es nicht zu andern scy,weil ich ihn so genau kannte und so genau mit ihm umging.
Ungeachtet seiner unumschränkten und unbestrittenne» Herrschaft, fürchtete mich doch noch dieser Usurrpator der höchsten Gewalt; er schonte mich und hattedem Vertrauen des Regenten gegen mich nur Schran-ken setzen könne». Seine Vertraulichkeit, die ihm liebgewordene, ich will nicht sagen, ihm zur Beruhigungdienende Gewohnheit, mich zu sehe» und zu sprechen,selbst in seinem Zwange, dem er zuweilen entschlüpfte,
und