Viilars.
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Marktschreier auf dem Gerüste dadurch erscheinen mußte, dieseMemoires herauszugeben eilten.
Nach dem Beispiele des Königs hat er seinen gestohlnenRuhm zwar nicht durch Medaillen und Statuen; dazu warer zu geizig, doch aber durch Mahlereien auf die Nachweltzu bringe» gesucht, mit denen er sein Haus austapezirle. Darrunter war auch nicht einmal sein Vorsitz bei Versammlung derStände von Languedoc vergessen.
Von seiner Eifersucht, und wie er seine Frau an denGränzen mit sich Hcrumschleppte, will ich nichts sagen; überdiese Elendigkeiten sollte ein Schleier gezogen werden; aber eSist traurig, daß sie auf den Staat und die Operationen desKriegs Einfluß gehabt haben, und Daiern wird ihm deßwergen ewig Vorwürfe machen.
Bei so vielen Fehlern wäre es aber doch ungerecht, ihmseine guten Eigenschaften abzusprechen. Er hatte die Gabeneines Feldherrn; seine Projecte, die immer groß und kühnwaren, waren fast immer gut, und niemand verstand so gutdie Ausführung, und wußte so gut die Armeen von weiten zulenken, um seinen Plan zu verstecken und sie an den Ort zubringen, wo er angreifen konnte. Sein Blick hingegen warzwar gut, aber nicht immer von gleicher Richtigkeit.
In der Ackion war sein Kopf frei, aber zu sehr der Hitzeunterworfen, und daher zu verworren. Nie gab er seine Be»fehle schriftlich; sie waren immer vag und allgemein, und umter dem Vorwände von Achtung und Zutrauen mit hochtratzen«den Worten begleitet, indem er es sich vorbehielt, den glück»lichen Erfolg sich selbst zuznschreiben.
Seit er commandirender General war, bestand seineKühnheit nur in Worten, seine persönliche Tapferkeit aberwar immer dieselbe, aber ohne Kühnheit des Geistes. Solange er es noch nicht war, that er alles, um zu glänzen undsich zu heben; seine Projecte waren bisweilen mehr für ihnselbst als für die Sache, und daher sogar verdächtig; und dießsprach denn nicht für ihn, wenn ihm die Ausführung einesProjektes übertragen werden sollte, die er den andern, mitdenen er im Dienste abwechseln sollte, nicht ungern mißlichmachte.
Bei Friedelingen that er alles für sich, indem erbei einer Schlacht, die Catinat abgelehnt hatte, nichts zuverlieren hatte, wenn der Ausgang seiner Kühnheit nicht ent«sprach, und doch den Marschallsstah gewinnen konnte, wenn