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durchlief einen vollen Kasten Papiere; die mehrsten wurdenverbrannt, und wegen der übrigen erlheilte er Befehle.
Am 27. bat er die Seigneurs, die bey ihm standen,wegen des bösen Beyspiels, das er ihnen gegeben, um Venzeihung. Was er dabey gesprochen, ist weniger bekannt,als die Rede an den Dauphin. Ich muß es also für dieNachwell ausbewahren.
„Meine Herren, sagte der sterbende König, ich bitteSie um Verzeihung, wegen des bösen Beyspiels, das ichIhnen gegeben habe; und ich muß Ihnen danken für die Art,mir der Sie mir gedient, für die Anhänglichkeit und Treue,die Sie mir stets bewiesen haben. Es schmerzt mich sehr,nicht so gegen Sie gehandelt zu haben, als ich wohl gerngewollt Härte; die schlechten Zeiten sind daran Schuld. Ichbitte Sie für meinen Enkel um die nämliche Treue und denEifer, den Sie immer für mich gehabt haben. Das Kindwird manche Widerwärtigkeiten erfahren müssen! Sey IhrDeyspicl ein Vorbild für alle meine übrigen Unterkhanen!Folgen Sie den Befehlen, die Ihnen mein Neffe geben wird.Ec wird das Reich regieren. Ich hoffe, er wird ein guierRegent s-pn. Ich hoffe auch, baß Sie alle zur Einigkeitbepkragsn, und wenn einer sich von ihr lossagen sollte, ihnwieder in den Schoos derselben zurückzusühren sich bemühenwerden. Ich fühle, daß ich Sie erweiche und daß ich selbstweich werde; ich bitte deßhalb um Verzeihung. Ich hoffe,daß Sie sich bisweilen meiner erinnern werden." Zum Mar«schall von Villervi sagte er besonders: „Herr Marschall, ichgebe Ihnen einen neuen Bewcrß meiner Freundschaft undmeines Zutrauens auf dem Sterbebette. Ich macheSke zumGouverneur des Dauphins, das wichtigste Amt, das ich er«theilen kann. Sie werden aus dem, was ich in meinem Testa«mente g sagt habe, sehen, was sie in Rücksicht des Herzogsdü Maine zu thnn haben. Ich zweifle nicht, daß Sie mirnach meinem Tode mit derselben Treue dienen werden, dieSie mir im Lebert bewiese» haben. Ich hoffe, daß meinNeffe sich mit der Achtung und dem Zutrauen gegen Sie be-tragen wird, das er einem Manne schuldig ist, den ich im«mer geliebt habe. Leben Sie wohl, Herr Marschaii, ichhoffe, Sie werden an mich denken.^