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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
253
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Dieses Sacrattient wurde ihm am Abend durch den Kardirnal von Nohan gereicht, der ihm eine schöne Rede über dieGröße Gottes und die Nichtigkeit der Fürsten hielt, > ndgleichwohl, um nicht die Pflicht des Höflings zu verletzen,von dem Ruhme, mit welchem es Gott die Regierung desKönigs zu verherrlichen gefallen habe, sprach. Nachdem erdas heil. Abendmahl empfangen hatte, verlangte er die letz;eOelung, die ihm sogleich gereicht wurde und empfieng diesebeyden Sakramente mit Gottseligkeit, aber ohne alle Schwäche,

An demselben Tage ließ er den Herzog von Orleans ruefen, mit welchem er über eine Viertelstunde sprach, und her«nach mit den verschiedenen Prinzen und Prinzessinnen vonGeblüte. Alle Anwesende waren bis zu Thränen gerührt,daß sie diesen großen König in einem Zustand der Duldungsahen, den er mit so viel Ruhe ertrug.Wir erweichenuns, sagte er zu ihnen mit Much, trennen wir uns!"'

Am -6. entdeckte man einen tödlichen Brandftost an sei«ncn Deinen. Tiefe Einschnitte bis auf den Knochen zeigtenrin Uebel ohne Heilung. Man sagte es dem Könige, under antwortete, man sollte ihn also in Ruhe sterben lassen.Sein erster Chirurg, Marechal, war einer der wahrhaftenMenschen, die an Höfen so selten sind, und der deswegenbey dem Könige sehr beliebt war. Der König fragte ihn mirEntschlossenheit, wie lange er glaub«, daß er noch zu lebenhabe. Vis zum nächsten Mittwoch, antwortete Marechal.Mein Ziel ist mir also bis Mittwoch gesteckt, sagte der Kö-nig mit stoischer Gelassenheit.

Der König ließ Frau von Ventadour rufen, daß sie ihmden Dauphin verstellen sollte. Er umarmte ihn, gab ihmseinen Seegen und hielt ihm die berühmte Rede, die vonMund zu Mund bis in die äußersten Provinzen forkgelaurfen ist, wvrinne der König sein kriegerisches Leben verrwünschte. Als er den Dauphin einmal umarmt hatte, ver«langte er ihn noch einmal, um ihn wieder zu umarmen. Ererhob Hände und Augen gen Himmel und segnete ihn; eiaSchauspiel, das alle Anwesende zu Thränen rührte.

An demselben Tage arbeitete der König noch fast zweyStunden mit dem Kanzler und Frau von Maumnon. Er

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