Druckschrift 
Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
240
Einzelbild herunterladen
 

240

>

1 » den lohten Zeiten Ihrer Abreise entlehnt worden, dienenwerde. Zch weiß nicht, ob E>v. Majestät es für vortheilhafthalten würden, den Referenten dieser Edicte und einigen derältesten Räthe und denen, die am meisten dazu -ehülflich ge.wesen sind, irgend ein Geschenk, als Appvintcments desConseils, zu geben. Vielleicht würden 12 bis 15,000 Li«vres, auf diese Weise ausgctheüt, eine gute Wirkung fürandere, in der Folge vielleicht eintretende Geschäfte haben.

Antwort am Rande.

Es freut mich sehr, daß die Edicte verificirt sind unddaß ein jeder seine Pflicht gethan hat. Sie können einemjeden ins besondere meine Zufriedenheit darüber bezeugen,wenn sich eine Gelegenheit darbielet. Ich erlaube Ihnen irrRücksicht der Geschenke alles zu thun, was Sie für vortheil«hast für mich halten; nehmen S>e sich nur in Acht, daß kki«ne Verbindlichkeit für die Folge daraus entsteht.

Brief des Marschalls von Villars an den Prinzenvon Conti.

V 0 M 2 Z. Nov. 1704.

Zch habe die Ehre Ew Durchlaucht durch Herrn vonCourton zu schreiben. Ich habe bemerkt, daß die mehrstenBriefe, die ich erhalte, erbrochen sind und die Briese Ew.

Durchlaucht sind davon nicht ausgenommen.Was

mich betrifft, so habe ich zwey Tage mit dem Anhören schörner Reden zu thun gehabt. Zum Dank dafür

sollen sie essen und trinken, ihre Weiber sollen tanzen undComödien sehen, so viel ich nur geben kann, damit die Reizeder Musik und die Vergnügen ihnen Bereitwilligkeit zu denGeldfoderungen, die Hr von Bavills an sie thun wird, ein«flößen. Zch habe eine Harangue zurückgehalteu, welche derHerzog von Grammont entworfen hatte, weil er eine Vice«gouverneurstelle verlangte, welche ihm der König nicht gab.

Auszug

') Tr war so eben zum Commisiär bey den Stände» von Lan-guedoc ernannt worden.