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maß seiner Erziehung die Schuld Key, deren Grund ersehr gut einsah; aber sie hakte ihm alle Zärtlichkeit ge-gen diejenigen benommen, die daran Theil gehabt hat-ten. Er war der sicblingssohu des Dauphins durchNeigung, durch seine siebe zur Freyheit und zum Ver-gnügen , durch die Vorliebe des Publikums und durchjene Cabale, deren Interesse und Bestreben eS war,den Herzog von Burgund zu unterdrücken. So wiedieser Prinz von seiner ersten Jugend au nie seinAelterrecht geltend gemacht und mit dem Herzog vonI Berry immer in der intimsten Freundschaft und Ver-! traulichkeit gelebt und für ihn immer alles mögliche Zu-vorkommen gehabt hatte: so überhob sich der Herzogvon Berry , gutmüthig und schlicht wie er war, auchnie gegen ihn der Vorliebe, die er genoß. Die Her-zogin von Burgund liebte ihn wie ihren Bruder, undwar wie für einen Bruder bemüht, ihm alle kleinenVergnügen zu verschaffe!!, die ihr möglich waren. Ererwiederte diese siebe mit der größten Zärtlichkeit undmit der reinsten höchsten Achtung gegen beyde. Ecbetrauerte beyder Tod mit dem innigsten wahrstenSchmerze, besonders aber den Tod des Herzogs vonBurgund, damaligen Dauphins; denn niemand wußtesich weniger zu verstellen. Den König fürchtete er sosehr, Laß er sich fast gar nicht ihm zu nähern wagte:er war so betroffen, wenn rhu der König mit einemernsthaften Auge ansahc, oder mit ihm von etwas an-dcrm als von der Jagd sprach, daß er weder hörte nochsah und ihm alle Gedanken vergicugen. Man kanndenken, daß eins solche Furcht schwerlich mit großerFreundschaft zusammen bestand. Die Herzogin vonBerrn war seine erste siebe, wie es fast bey allen derFall ist, die man jung und unerfahren verheyrakhet. Erwar ihr auffcrorseutkich ergeben; Ließ verbunden mitseiner Sanftheit und natürlichen Gefälligkeit hatte die
gewöhn-