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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
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glaubte. Ein sonderbarer Zug, ein sonderbares Elend/ein sonderbares Geständniß von der Stärke des Ge«fühls und des Schmerzes hervvrgcpreßt! Diesen Zu-stand vollkommen zu fühlen, lind doch vollkommen zuunterliegen! Welch ein Schauspiel, welch ein Contrastzwijchen einer Stärke und einer über alles Unglück er-habenen Größe der Seele und einer Kleinheit undSchwäche, die einem schimpflichen, lichtscheuen, häus-lichen Verhältnisse unterliegt! und welch ein vollgülti-ger Beleg für alles. was von dem Loos derer, die sichder Liebe und den Weibern ergeben, verächtliches ge-sagt worden ist! Welch ein Ende einer so lang bewun-derten Regierung, die bis zu ihrem letzten Sinken nochvon Größe, Edelmuth, Stärke und Muth strahlte!Welch eine Schwäche, Elend, Vernichtung, gefühlt,geschmeckt, verabscheut und. doch im ganzen Umfangohne Erleichterung seiner Bande ertragen und ge-duldet!

14.

Der Tod des Herzogs von Berry *) vermehrtenoch die Schläge des Unglücks.

Der Herzog von Berry war von der gewöhnlichenGröße der meisten Menschen, ziemlich und gleichförmigstark, von schönen blonden Haaren und friscliem ziem-lich schönem Gesicht, das von blühender Gesundheitzeugte. Er war für die Gesellschaft und die Vergnü-gen gemacht, die er sehr liebte; er war der beste Mensch,der sanfteste, mitleidigste, umgänglichste Prinz, ohneRuhmsucht und Eitelkeit, aber nicht ohne Würde undSelbstgefühl. Er hatte einen mittelmäßigen Kopf,ohne weitaussehenden Blick und Einbildungskraft; aberdafür einen-sehr richtigen gesunden Verstand, fähig zu. ... Mz hören,

*) Gesiorbe». fm May 1714-,