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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
129
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welch eine Schlange an des Königs Seite dem Her-zog von Orleans drohte.

15.

Bey dem Zustande, in welchem sich der Königbefand, und bey der Gewalt, welche Frau von Main-tenon und der Herzog Maine, in vollkonnnnerEintracht mir einander, auf das Gemürh des Königsausüüten, fanden sie es für gut, eine so kostbare Zeitzu benutzen, die, wie sie fühlten, nicht lange mehrdauren konnte. Wenn auch die Krone nicht das Zielwar, wornach sie strebten, woran man auf den erstenAnschein schwerlich zweifeln möchte; so suchten sie dochgewiß alle mögliche Größe und suchten sich einer Ge-malt zu versichern, wodurch sie, bey dem Tode desKönigs in einen furchtbaren Vertheidigungsstand gerfetzt, sich nicht allein dauerhaft behaupten, sondern so>gar den Regenten zwingen könnten, sich vor ihnen zubeugen. Alles war ihnen zu diesem großen Planegünstig und sie selbst hatten durch die abscheulichenVerläumdung n, wodurch sie den einzigen, dem dieVormundschaft nicht streitig gemacht werden konnte,nach einem riefen durchgeführten Plan schwarz gemachtharten, die Bahn dazu gebrochen. Es war ihnenLurch mannichfaltige Kunstgriffe und Arglisten gelun-gen, die unwissenden und leichtgläubigen zu überreden,die übrigen argwöhnisch zu machen, ihn wenigstens altlen in Paris und in den Provinzen verdächtig zu ma-chen, mehr aber noch am Hofe, wo niemand mehr sichdem Herzog von Orleans nähern wollte oder es wagte.Diese Gerüchte konnten nicht immer dauern, und manwurde endlich müde, immer von einer Sache zu spre-chen. Die Gerüchte siengen bisweilen an, zu schwer-gen, aber alsbald erhielten sie neues Leben, und manhörte von nichts anderm mehr sprechen, ohne zu wissen,DeykWsirdigk.XXVH.Bd- I woher