war selbst davon überzeugt, nur behauptete er düs Ge-gentheil gegen den König, um ihn vo» einer unnützenOlual zu befreyen, die ihm nur Schaden thun Niußke.Was den Herzog dü Maine betrissc, so war es nur zusehr sein Interesse, ihn in dieser Furcht zu erhalten,und eben so das Interesse der Frau von Müinreion,um ihres Hasses willen und um ihren Liebling zu un-terstützen. Der ganze Abscheider Sache fiel also aufden Herzog vo» Orleans, auf dessen Stur; sie es an-gelegt hatten, so oaß der König, mir diesen Gedan-ken'beständig genährt und den Prinzen, den man fürden Giftmischer angab, beständig in Augen habend,sich in der schrecklimsien Lage befand, sowohl bey Ta-sel, als zu gewissen Stunden in seinem Cabinete. Mankann daraus auf den ewigen Kampf in seinem Innernschließen.
Mit seinen Kindern Hütte er auch die Herzoginvon Burgund verloren; em unersetzlicher Verlust,denn sie war die Seele und Zierde des Hofes, nochMehr aber sein Zeitvertreib, seine Freude, der Gegen-stand seiner Zuneigung, seines Wohlgefallens fast inder ganzen Zeit, wo er sich nicht öffentlich zeigte.Nie, seit er König war, hatte er sich mit irgend setnandausser ihr vertraut gewacht, und wir haben gesehen,bis zu welchem Grade diese Vertraulichkeit gie»g: einesolche Leere war nrcht auszunillen; und der Schwerzüber ihren Verlust stieg immer höher und ließ ihmkeine Ruhe Mehr finden. In dieser traurigen Lagesuchte er sie wo er konnte, indem er sich Der Frau vonMainrenon und dem Herzog dü Maine immer mehrergab. Ihre grenzenlose Devotion, ihre beständigeEinsamkeit flößten ihm Zutrauen zu ihnen ein. Sie hat-tcn von lange her die Kunst gebraucht, ihn glauben zuMachen, düff 'der Herzog dü Maiue - wiewohl mit