unterstützt, den Widerstand des Herzogs von Orleansund seine Klugheit zu hinrertreiben, ohne zu widerstehen,nicht harte überwinden können.
Unter den Prinzen von Geblüt, die alle minder-jährig waren, war der Herzog von Chartres, nochunter elterlicher Gewalt, im August 170z geborenund erst neun Jahre alt; Muns. Ie Ouc im 'Aug. 1692geboren, war zwanzig Jahr; der' Graf von Charo-lois im 1 .1700 geboren, war noch nicht zwölf Jahre;der Graf von Clermont im Jun. 1703 geboren, warerst neun Jahr; und der Prinz von Conti, geb. imJun. 1704, war erst acht Jahr alt: niemand konntesich also Rechnung machen, als Mons. le Düc, auf denaber im Alter von zwanzig Jahren der König nochkeine Rücksicht nahm und vor dem dieser Prinz, sowenig wie seine Gemahlin, sich rühren durfte. DieHerzogin dü Maine hatte selbst dem Könige für das,waS er für ihre Kinder gethan hatte, förmlichen Dankgesagt. Seine andre Tochter, die Prinzessin vonConti, hatte ihr Leben zu Paris in ihren häuslichenAngelegenheiten verlebt, ohne je dem Könige sich zunähern. Frau von Vendoms und so auch die Toch-ter von Madame la Duchesse waren wegen ihres Al-ters in Rücksicht des Königs nicht da. Es war alsofür den Hexzog dü Maine freies Feld und wie gutwußte er darauf zu agiren!
Frau von Maintenon hatte keine Augen als fürihn, auf ihn concentrirte sich nach dem Tode ihrer lie-den Dauphine ihre ganze Zärtlichkeit. Ihr Haß ge-gen den Herzog von Orleans war immer derselbe; ihrPflegesohn, den sie so sehr liebte, hatte also keineMühe, ihr etwas glauben zu machen, was ihren Haßnährte und alle ihre Hoffnungen belebte, und fand sieaufallen Fall geneigt, nicht daran zu zweifeln, und
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