42
von Spanien nicht zu unternehmen wagte. Der Kö-niq wollte ausdrücklich, daß er nach der Grenze vonPortugal! reisen und von da den Befehl unterzeichnenmöchte, welcher die Prinzessin nach Italien abzureisennöchigte, Dieser zweyte Akt gleicht sehr dem erstem.
Hierzu kömmt etwas, was ich von dem Mar.schall von Brancas weiß, und was lange nach die-sem Fall der Prinzessin, Alberoni, damals noch ein un-bedeutender Mann, der die Königin von Parma »achMadrid begleitet hatte, erzählt hat. Nämlich ei-ne« Abenks auf dieser Reise als er mit ihr allein war,schien sie ihm'sonderbar bewegt; sie .qieng mit grossenSchritten im Zimmer auf und ab, ließ bisweilen ei-nige abgebrochne Worte hören, und indem sie hitzigerwurde ließ sie den Namen der Prinzessin des Ursinsfallen, und zugleich hörte er: sie soll sort. Al-beroni fieng an der Königin Vorstellungen zu machen,wie gefährlich, verwegen und unnütz das Unterneh-men sey wovor er schaudre. „Schweigen Sie vonallen diesen Dingen, und daß Sie von dem, wasSie gehört haben, kein Wort fallen lasse»! Ich will ihreVorstellungen nicht; ich weiß sehr gut, was ich khue."
Alles dieses wrrft ein großes jicht auf eine Ka-tastrophe, die an sich und durch ihre Art und Weisegleich Staunen erregend war, und läßt vermuthen,daß der König von Frankreich Anstifter gewesen, derKönig von Spanien einqewilligt, und durch jene demAmenapa gegebne so ausserordentliche Ordre hülfreicheHand g leistet habe, die Königin aber Vollzieherin ge-wesen sei): so daß also die Prinzessin durch beyde Kö»Mge aus Spanien vertrieben wurde.
Denk-