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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
19
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dem so schmeichelhaften Glücke dessen er sicher genoß,sich nchlg zu begnügen, eiü Wagstück, das ihn norh.wendig zu Grunde richten mußte. Er fand zu Sara-gossa den Marquis von Aguilar, der die Stelle einesColonels des Regiments der spanischen Garden gegendie erste Compagnie der Leibgarde verlassen hatte, wo-durch er dem Könige näher kam Beyde hatten sichauf den vorigen Reisen kennen gelernt welche der Her-zog von Noaiiles mit dem Könige von Spanien ge-macht hatte. Beyde hatten einander gefallen. Eshalte sich eine Freundschaft unter ihnen geknüpft, dieih^em Geist und Charakter, die vollkommen gleich-geartet waren, entsprach. Jach'weiß nrchch welchervon den zmeyen das Projekt entwarf; aber gewiß ist,-daß beyde es gefaßt hatten ; sie handelten in großemEinverständniß und vergaßen nichts für die glücklicheAusführung desselben, wodurch sie sich zu Herrn deSHoseö und Staates in Spanien zu erheben hofften.

Die Königin hatte einen Anfall von Drüsenge-schwulst, der sie auch zuletzt ins Grab brachte. Die-ses Uebel hinderte sie, den König auf den beständigenJagd-und Lustparthien zu begleiten, und hielt sie so-gar in den Zeiten, wo sie sonst bey dem Könige ge»w sen war, in ihrem Appartement eingeschloffen. Sielebte so ganz einsam und war noch viel weniger, lürLas Publikum zugänglich. Da - Uebel nöthigke sie ei-nen nonnenartigen Kopfputz zu tragen, der den HalSund einen Thcil des Gesichtes verhüllte.

Die beyden Freunde wußten sehr gut, daß derKönig nicht ohne eine Frau leben könne und gewohntsey sich von ihr beherrschen zu lassen: sie waren über-zeuge, daß die Herrschaft, deren die Prinzessin deSUrsins genoß, sich nur auf die Gewalt gründe ; welchedie Königin, über ihren Gemahl besitze, und daß wenn

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