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Zweyte Abtheilung, Sieben und zwanzigster Band (1804)
Entstehung
Seite
31
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teurs und spielte den Negocianten, Er bot einem MakleeAktien um einen sehr geringen Preis zum Verkauf an, ohne«ine einzige zu haben, Die Scene ging nach Sitte der Zeitin einem Wirlhehause vor sich und hier krönte der Graf vonHorn seine Sinnlosigkeit und Tollheit mit dem Verbrechen,indem er den Mäkler mit einem Dolche ermordete, dem ersein Portefeuille abnahm, und dann zum Fenster hinaussprang, um zu entfliehen; ein Lastträger aus der Halle fingihn auf und er schmeichelte sich umsonst Gnade zu erhalten.Prinzen und Große vereinigten sich, um für ihn beym Rergenten zu bitten, aber der Prinz wollte ein Deyspiel statu»ren und antwortete, daß ihn nicht der Schaff»! entehre, son«dem das Verbrechen, und daß die Handlungen persönlich seyen.Als man ihm vorstellte, daß der Graf von Horn sein VerrWandrer sey, soll er gesagt haben:Nun wohl, habe ichschlechtes Blut, so laß ich es abzapfen." Er ging heimlichnach St Cloud, um während der Execution nicht beunrmhigt zu werden.

Frankreich war damals aristokratisch und man sah denSpruch des Regenten für so ungewöhnlich und hart an, daßman ihn tadelte, daß er einen Edelmann auf dem Schaffstbluten ließ, obgleich sein Verbrechen so entsetzlich war. Derganze französische Adel tadelte ihn, das feudule Deutschlandbeklagte sich mit Bitterkeit und es war eine Copie von einemBriefe im Umlauf, den der Bruder LcS Grafen von Horiran den Regenten geschrieben halte, worin er sich über diegrausame vom Regenten so bestimmt bcfohtne Hinrichtung sei«nes Bruders in folgenden Worten beklagt:

Ich beklage mich nicht, mein Herr, über den Todmeines Bruders. Er hatte ein so schreckliches Verbrechen-verübt, daß es keine Strafe gab, die er nicht verdient hatte;sondern ich beklage mich darüber, daß Sie in seiner Persondie Rechte des Königreichs, des Adels und der Nationenverletzt haben. Zch banke Ihnen für die Erlassung der Eoncfiscation seiner Güter, die Eie mir auzubieten geruhet ha«den; ich würde mich für eben so infam als ihn halten, wennich die geringste Gnade von Ew König!. Hoheit annähme.Uebrigens hoffe ich, daß Gott und der König eben so strengeGerechtigkeit gegen Sie üben werden, als Sie gegen meinenunglücklichen Bruder geübt haben."

Dis