Flemy. iz
tabey nichts und batte von Mons. le Düe nichts zu fürchten,wenn der Bischofs ausgeschlossen blieb; wurde er wieder an»genommen, so war es ein Streich, der ihm vielen Vortheilbringen mußte. Dieß war auch so. Als er mehrere Jahrenachher erster Minister geworden war und Mons. le Dücund Frau von Poie gestürzt hatte, denen er eben so wenigals der Königin je die Gefahr vergessen konnte, in die sie ihngebracht hatten, ergab er sich ganz den Engländern, mir ei»ner Anhängigkeit, die jedermann in die Augen sprang. Ichentschloß mich endlich, ihn darüber zur Rede zu sehen, undich sagte ihm eines Tages, was ich darüber dächte, undstellte ihm vor, in welche wesentliche Nachtheile er sich sehenließ und noch vieles andere, das hier außer seiner Stell«seyn würde. Was die Geschäfte betraf, so ging er auf dieSache ein; aber über meine Bedenklichkeit wegen seines Zu«trauens zu Walpole, zu dessen Brüder und den EnglischenMinistern lächelte er. Sie wissen ja nicht alles, sprach er;wissen Sie wohl, was Horazius für mich gethan har? Undnun fing er an mir Men Besuch als einen heldenmüthigenZug von Anhänglichkeit und Freundschaft zu rühmen, derkeinen Zweifel zuließe. Wissen Sie, fuhr er fort, daß ermir alle seine Desisschen zeigt und daß ich ihm seine Antwortlen dictire, daß er nichts schreibt, als was ick will? Es istfreylich ein Geheimmß, aber ich will es Ihnen vertrauen;Horaz ist mein intimer Freund, er hat ein nngethciites, ichsage blindes, Zutrauen zu mir. Er ist ein sehr staarsklugerMann, er gibt mir von allem Rechenschaft; er ist mit seinemBruder Robert ganz eins, welcher der größte Staatsmannvon Europa und der Beherrscher von England ist : wir treftfen mit einander Übereinkunft, thun alles in Gemeinschaftund lassen die Leute reden. Ich war ganz außer mir vor Er»staunen, und weniger über die Sache selbst als über die Min«der Wohlgefälligkeit, der Ruhe und des innern Wohlbeha«gens, mir der er dieß sagte. Ich fuhr fort in ihn zu drin«gen und fragte, wer ihm denn die Gewißheit gäbe, daß Ho«razius nicht doppelte Depeschen empfing und schrieb und ihnauf die Weise ohne Mühe betröge. Er lächelte mit innermSelbstvertrauen. Ick kenne ihn zu gut, versetzte er; er isteiner der ehrlichsten, aufrichtigste», des Betrugs unfähigstenMänner, die es geben kann, und nun fing er an tausendBeispiele und Handlungen al^uführen, womit ihn Horaz
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