Der Marschall von Bcrwik brachte den Seim-gen mit Schikanen und Beobachtungen zu. DerHerzog von Savoyen wollte nicht viel thun, weil erüber den Kaiser unzufrieden war, dem er sogar drohte,er werde nur auf seinen eigenen Vortheil bedacht seyn.Die durch einen Theil von Mailand gemachte Beloh.nung war ein Gegenstand, der das Mißtrauen unter-hielt, und der, um es bestimmt auszudrücken, ihnhinderte dieses Jahr viel dafür zu thun.
Dicß waren die Unternehmungen, Fortschritte,oder Unfälle der Armeen. Wir wollen nun die per-sönlicheu Eigenschaften der Generale, und einige be«sondere Anecdoten vom folgenden Jahre 1711 an-geben.
Prinz Eugen und der Herzog von Marlboroughbegnügten sich, nach ihrer gewohnten Einigkeit, langeZeit, auf Koster» der königlichen Länder zu leben, unvunsre Armee in die Linien ftinzuschließen. Gegen daswas im vorhergehenden Jahre dort vorfiel, kam siein diesem auf eine leichte, wohlfeile, obgleich schimpf*liche Weise, davon..
Dennoch.schienen, die gewiß reellen Vortheileder Alliirten ihnen ihrer gewöhnlichen Feldzüge nichtwürdig. Marlborough, der den höchsten Gipfel deSRuhms und Glücks erreicht harte, den ein Kriegerseiner Nation erreichen konnte, wurde von einem trau-»rigen Unfall bedroht, dem er durch irgend einen gro-ßen Coup eine andere Wendung zu geben, um dieAbsichten seiner Gegner wankend zu machen, e>frigli bemüht war. Prinz Eugen, welcher mit demErzherzog, der seinem Bruder gefolgt war, persön-lich fehlest stand,- und gegen die neue Regierung deSWiener Hofs aufgebracht war, hatte mit Marlborough
glei-